Berghütte C.A.I. sezione di Milano

Rifugio Casati

3.269m 🇮🇹
46.463, 10.603 Italien
Betten: 180
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Santa Caterina di Valfurva, Sulden, Val Martello

Stützpunkt im Nationalpark Stilfserjoch

Das Rifugio Casati thront auf 3.269 m am strategischen Passo del Cevedale im Herzen der vergletscherten Ortler-Alpen. Die höchstgelegene Schutzhütte der Ortlergruppe verbindet das Martelltal mit dem Valfurva und dient als zentraler Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren – allen voran die Besteigung des Monte Cevedale, des zweithöchsten Gipfels der Region.

Übernachten auf dem Rifugio Casati

Die moderne Berghütte bietet 180 Schlafplätze und überrascht mit hotelähnlichem Komfort in extremer Höhenlage. Seit der umfassenden Modernisierung 2003 verfügen alle Bereiche über fließend warmes Wasser – eine Seltenheit auf über 3.200 m Höhe. Die Materialseilbahn erleichtert den Transport von Gepäck erheblich, während die künstliche Kletteranlage Hochtourengehern optimale Trainingsmöglichkeiten für Steigeisen- und Sicherungstechnik bietet.

Zustieg zum Rifugio Casati

Der Hauptzustieg erfolgt von Santa Caterina di Valfurva über das Rifugio Pizzini Frattola in etwa 2,5 Stunden Gehzeit. Alternative Routen führen von Sulden über das Rifugio Città di Milano in ca. 2 Stunden oder aus dem Martelltal in etwa 4 Stunden zur Hütte. Alle Zustiege verlaufen über Gletscher und erfordern entsprechende Ausrüstung samt Steigeisen, Seil und Gletschererfahrung – die Passlage ermöglicht zudem Übergänge zur Schaubachhütte, Martellerhütte und Zufallhütte.

Gut zu wissen:

Das Rifugio Casati wurde 1923 erbaut und nach Gianni Casati benannt, der 1916 in Gorizia gefallen war. Etwa 20 Gehminuten entfernt erinnern drei historische Kanonen an die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs in dieser extremen Höhenlage, während oberhalb der Hütte das kleine Rifugio Guasti als Winterraum zur Verfügung steht. Die exponierte Lage direkt am Gletscher macht die Hütte zu einem ausgezeichneten Ausgangspunkt für die Besteigung des Monte Cevedale (3.779 m, ca. 2h 30min) sowie weiterer Dreitausender wie Gran Zebrù und Cima Solda.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.