Stützpunkt im Nationalpark Stilfserjoch
Das Rifugio Casati thront auf 3.269 m am strategischen Passo del Cevedale im Herzen der vergletscherten Ortler-Alpen. Die höchstgelegene Schutzhütte der Ortlergruppe verbindet das Martelltal mit dem Valfurva und dient als zentraler Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren – allen voran die Besteigung des Monte Cevedale, des zweithöchsten Gipfels der Region.
Übernachten auf dem Rifugio Casati
Die moderne Berghütte bietet 180 Schlafplätze und überrascht mit hotelähnlichem Komfort in extremer Höhenlage. Seit der umfassenden Modernisierung 2003 verfügen alle Bereiche über fließend warmes Wasser – eine Seltenheit auf über 3.200 m Höhe. Die Materialseilbahn erleichtert den Transport von Gepäck erheblich, während die künstliche Kletteranlage Hochtourengehern optimale Trainingsmöglichkeiten für Steigeisen- und Sicherungstechnik bietet.
Zustieg zum Rifugio Casati
Der Hauptzustieg erfolgt von Santa Caterina di Valfurva über das Rifugio Pizzini Frattola in etwa 2,5 Stunden Gehzeit. Alternative Routen führen von Sulden über das Rifugio Città di Milano in ca. 2 Stunden oder aus dem Martelltal in etwa 4 Stunden zur Hütte. Alle Zustiege verlaufen über Gletscher und erfordern entsprechende Ausrüstung samt Steigeisen, Seil und Gletschererfahrung – die Passlage ermöglicht zudem Übergänge zur Schaubachhütte, Martellerhütte und Zufallhütte.
Gut zu wissen:
Das Rifugio Casati wurde 1923 erbaut und nach Gianni Casati benannt, der 1916 in Gorizia gefallen war. Etwa 20 Gehminuten entfernt erinnern drei historische Kanonen an die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs in dieser extremen Höhenlage, während oberhalb der Hütte das kleine Rifugio Guasti als Winterraum zur Verfügung steht. Die exponierte Lage direkt am Gletscher macht die Hütte zu einem ausgezeichneten Ausgangspunkt für die Besteigung des Monte Cevedale (3.779 m, ca. 2h 30min) sowie weiterer Dreitausender wie Gran Zebrù und Cima Solda.