Stützpunkt am Fuße der Kalkkögel
Die Kemater Alm liegt auf 1.673 m Höhe am Eingang zum Senderstal in den Stubaier Alpen. Eingebettet zwischen den markanten Kalkkögeln – auch als "Nordtiroler Dolomiten" bekannt – und dem weitläufigen Almgelände, bildet die ganzjährig geöffnete Berghütte einen beliebten Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Klettersteigtouren in dieser geschützten Naturlandschaft.
Mit einer Fläche von 1.740 Hektar zählt die Kemater Alm zu den größten Almen Tirols und erstreckt sich als Ruhegebiet Senderstal bis zu den schroffen Kalkgipfeln der Marchreisenspitze und Schlicker Seespitze – Ziele, die in mehrstündigen Bergtouren erreichbar sind. Die traditionelle Almwirtschaft mit eigener Käse- und Butterherstellung prägt noch heute das Bild dieser historischen Kulturlandschaft, die bereits 1142 urkundlich erwähnt wurde.
Übernachten auf der Kemater Alm
Die Berghütte bietet 28 Schlafplätze in gemütlichen Zimmern und verfügt über moderne Sanitäranlagen mit Duschen sowie WLAN und guten Handyempfang. Ab 10:00 Uhr serviert die Küche durchgehend regionale Spezialitäten und internationale Gerichte für Tagesgäste und Übernachtungsgäste.
Zustieg zur Kemater Alm
Von Grinzens führt der Hauptzustieg in ca. 2 Stunden über einen gut markierten Wanderweg zur Hütte. Als Alternative bietet sich eine 6 km lange, mautpflichtige Schotterstraße (3 Euro/Tag) an – besonders geeignet für Familien mit kleineren Kindern. Mountainbiker nutzen die Forststraße als sportliche Auffahrt mit etwa 700 Höhenmetern.
Gut zu wissen:
Im Winter verwandelt sich die Kemater Alm in ein beliebtes Rodelparadies mit kostenlosem Schlittenverleih, während die nahegelegene Adolf-Pichler-Hütte in einer Stunde erreichbar ist und die Tourenmöglichkeiten erweitert. Für Klettersteiggeher bietet sich die Große Ochsenwand als lohnendes Ziel an – die erforderliche Ausrüstung und Kenntnisse in der Sicherungstechnik vorausgesetzt.