Der enorme Holzbedarf für Hütten und Bergwerke führte zur weitflächigen Abholzung der Passwälder – die Schäden sind trotz späterer Aufforstungen heute noch erkennbar.
Der Pass erhielt seinen Namen von den historischen Eisenschmelzen, die hier Erze aus umliegenden Bergwerken verarbeiteten. 1332 erteilte der Bischof von Chur der Familie von Planta das Bergbaurecht am Munt Buffalora. Die Bergleute-Siedlung mit rund 20 Gebäuden befand sich auf der heutigen Alp Buffalora, deren Stollen eine Gesamtlänge von 14 Kilometern erreichten.
Heute nutzen Skitourengeher den Pass als Ausgangspunkt für Touren auf den Piz Daint. Von der Passhöhe führt ein Weg durch den God Tamangur, Europas höchstgelegenen Zirbenwald, nach S-Charl. Die Ofenpassstraße ermöglicht über den Munt-la-Schera-Tunnel auch die Verbindung ins italienische Livigno.
Der enorme Holzbedarf für Hütten und Bergwerke führte zur weitflächigen Abholzung der Passwälder – die Schäden sind trotz späterer Aufforstungen heute noch erkennbar.
Der Ofenpass verbindet auf 2.149 m das Engadin mit dem Münstertal und trennt die Sesvennagruppe von den Ortler-Alpen. Die Passstraße durchquert nordwestseitig den Schweizer Nationalpark. Bereits in der Steinzeit diente der bewaldete Übergang als Verbindung vom Etsch- ins Inntal.
Der Sesvennagletscher erstreckt sich im Dreiländereck zwischen Schweiz, Italien und Österreich. Der Gletscher dient als zentrale Route für Skitouren auf den Piz Sesvenna mit 3.204 m Höhe. Aufgrund der nördlichen Exposition bietet er optimale Firn- und Pulverschneebedingungen.
Der Piz Vallatscha erhebt sich auf 3.021 m in der Sesvennagruppe nördlich des Ofenpasses. Der Grenzgipfel zwischen den Gemeinden Val Müstair und Scuol besteht aus charakteristischem Dolomitstein der Engadiner Dolomiten. Vallatscha bedeutet im Rätoromanischen "Runse" und beschreibt die typische Geländeform.
Der Muntet erhebt sich auf 2.762 m in der Sesvennagruppe an der Grenze zwischen der Schweiz, Italien und Österreich. Der Gipfel liegt in einer Wildruhezone und bietet breite Nordhänge für Skitouren. Ausgangspunkt ist das Bergdorf Lü auf 1.920 m.
Der Mot Falain erhebt sich auf 2.573 m in der Sesvennagruppe an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Der Gipfel bietet hervorragende Aussichten und zwei verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten. Als Aussichtsberg vor dem Lorenziberg bildet er einen beliebten Skitourengipfel im Val Plazer.
Der Piz Lischana erhebt sich auf 3.105 m in der Sesvennagruppe. Der Dolomitgipfel gilt trotz seiner Höhe als relativ leicht ersteigbar. Der Normalweg führt von San Jon über die Chamonna Lischana auf den Gipfel.
Der Piz Sesvenna erhebt sich mit 3.204 m als höchster Gipfel der Sesvennagruppe an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Der vergletscherte Grenzberg bietet exzellente Fernsicht auf Ortler, Wildspitze und Bernina. Der Normalweg führt von der Sesvennahütte über den spaltenreichen Sesvennagletscher und den Ostgrat zum Gipfel.
Der Piz Lad erhebt sich auf 2.808 m in der Sesvennagruppe zwischen Schweiz und Italien. Der markante Dolomitgipfel thront direkt über dem Reschensee und bildet einen Aussichtsberg ersten Ranges. Vom Gipfel reicht der Blick über die gesamte Oberengadiner und Vinschgauer Bergwelt.
Zernez liegt auf 1.474 m im Unterengadin am Zusammenfluss von Inn und Spöl. Der rätoromanische Ort ist wichtigster Ausgangspunkt für Wanderungen in den Schweizerischen Nationalpark. Das Nationalparkzentrum informiert über Flora und Fauna des größten Schutzgebiets der Schweiz.
Taufers im Münstertal liegt auf 1.240 m im äußersten Westen Südtirols direkt an der Schweizer Grenze. Der Ort ist strategischer Ausgangspunkt für Skitouren in der Sesvennagruppe. Das Münstertal wird vom Rambach durchflossen und grenzt an den Nationalpark Stilfserjoch.
Schlinig liegt auf 1.717 m im gleichnamigen Seitental des Vinschgaus nahe der Schweizer Grenze. Das Bergdorf dient als strategischer Ausgangspunkt für Touren in die Sesvennagruppe. Die Sesvenna Hütte ist über einen gut einstündigen Aufstieg erreichbar.
Der Reschensee liegt auf 1.498 m im Vinschgau und dient als Stauspeicher für das Kraftwerk Glurns. Der aus dem Wasser ragende Kirchturm von Alt-Graun ist das Wahrzeichen des überfluteten Dorfes. Mit 120 Mio. m³ Stauvolumen bildet er einen der größten Jahresspeicher Südtirols.
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