Die Abruzzen im zentralen Apennin bilden das wildeste und schneesicherste Gebirge Mittelitaliens – zwischen Gran Sasso d'Italia (2.914 m) und Maiella (2.793 m) erstreckt sich das höchste Massiv südlich der Alpen. Mit 36% Schutzgebietsfläche stellt die Region die höchste Konzentration geschützter Natur in Europa und beherbergt 75% aller europäischen Tierarten, darunter Marsica-Braunbär, Abruzzen-Wolf und Abruzzen-Gämse. Bereits 1573 erfolgte hier durch Francesco De Marchi eine der frühesten dokumentierten Bergbesteigungen der Alpingeschichte.
Das Spektrum reicht von schneesicheren Skitouren mit bis zu 40° Hangneigung bis hin zu Bergwandern durch mediterrane Macchia und Buchenwälder. Die ziemlich schwierigen Skitouren erschließen lange, gleichmäßige Abfahrten vom Gran Sasso und der Maiella – Pulverschnee und Traumfirn vor den Toren Roms. Der südlichste Gletscher Europas, der Calderone am Gran Sasso, unterstreicht den hochalpinen Charakter.
Die Gebirge trennen als natürliche Barriere die adriatische Küste von den schneereichen Höhenlagen – während an der Küste mediterranes Klima herrscht, bringen die Westabhänge bis zu 1.000 mm Jahresniederschlag. Rom dient als logistisches Tor, drei Nationalparks und 38 Reservate schützen die einzigartige Apennin-Wildnis zwischen Gebirge und Meer.