Italien liegt in Südeuropa als langgestreckte Halbinsel, die tief in das Mittelmeer ragt. Im Norden grenzt das Land an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien. Der Alpenbogen bildet die nördliche Grenzregion mit Gipfeln über 4.000 m. Der Mont Blanc — auf Italienisch Monte Bianco — erreicht als höchster Punkt des Landes 4.810 m. Die Küstenlinie liegt auf Meereshöhe, womit die Höhendifferenz zwischen dem Mittelmeer und dem Alpenkamm nahezu 4.810 m beträgt. Die Dolomiten in den Ostalpen und das Matterhorn in den Westalpen prägen das alpine Profil des Landes. Das Gesamtgebiet Italiens umfasst 301.340 km². Der Apennin durchzieht als Gebirgszug das gesamte Rückgrat der Halbinsel bis in den Süden.
Italien ist eine unitäre parlamentarische Republik seit 1946. Das Land zählt rund 59 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Rom — Sitz des Papsttums und historisches Zentrum des westlichen Christentums. Die Amtssprache ist Italienisch; in mehreren Regionen sind Minderheitensprachen offiziell anerkannt, darunter Deutsch im Südtirol, Französisch im Aostatal und Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien. Die alpine Geschichte des Landes reicht weit zurück: Ötzi, eine Gletschermumie datiert auf 3400–3100 v. Chr., belegt die Nutzung hochalpiner Routen seit über 5.000 Jahren. Der Club Alpino Italiano wurde 1863 gegründet. Die Erstbesteigung des Mont Blanc gelang am 8. August 1786 durch Michel-Gabriel Paccard und Jacques Balmat.