Gebiet

Chambeyron-Massiv

🇫🇷 🇮🇹

Das Chambeyron-Massiv zwischen Frankreich und Italien bildet ein isoliertes Hochgebirge der südlichen inneralpinen Zone, das mit der 3.412 m hohen Aiguille de Chambeyron die höchste Erhebung zwischen den Cottischen Alpen und dem Mercantour darstellt. Die wenigen verbliebenen Gletscher und die spektakulären Geröllfelder machen das Massiv zu einem außergewöhnlichen Skitourenziel abseits der bekannten Routen.

Das Spektrum konzentriert sich auf mittelschwere Skitouren mit bis zu 35° Hangneigung, die durch die schneereichen Täler der Ubaye, Maira, Varaita und Stura di Demonte führen. Die Kombination aus mediterranem Klima und hochalpinem Charakter schafft ideale Firn- und Pulverschneebedingungen von Dezember bis März.

Die Geologie aus dolomitischen Kalken der Trias und rosa Jura-Marmoren prägt die charakteristischen Felstürme und Blockgletscher. Der Name Chambeyron selbst verweist auf die historische Notwendigkeit spezieller Bergausrüstung – im lokalen Patois bezeichnete 'Chambeiroun' die Gamaschen, die für Überquerungen durch die steinigen Geröllfelder unerlässlich waren.

Bekannte Ziele im Gebiet
Colle d'Enchiausa 2730m
Monte Cassorso W 2776m
Tête de Platasse 2706m
Monte Bodoira 2747m
Rocca la Meja 2835m

Land

Frankreich
Italien

Orte im Gebiet

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Skitouren im abgelegenen Massiv der Seealpen

Skitouren im Chambeyron-Massiv

Mittelschwere Skitouren mit bis zu 35° Hangneigung führen durch die schneereichen Täler zwischen Ubaye und Valle Maira. Die wenig vergletscherten Gipfel bieten ideale Bedingungen für anspruchsvolle Touren abseits überlaufener Routen. Steinböcke und Gämsen begleiten oft die Aufstiegswege durch alpine Vegetation mit Lärchen und - ungewöhnlich für die Alpen - Rhododendren.

Anreise & Logistik Chambeyron-Massiv

Der Zugang erfolgt über Caselle Torinese bei Turin auf italienischer Seite. Die Wintersportorte Acceglio, Canosio und Prazzo Superiore im Valle Maira dienen als Basislager. Hotels im Valle Stura und Valle Maira bieten Wellness und piemontesische Küche als Ergänzung zu den alpinen Unternehmungen.

Saison im Chambeyron-Massiv

Von Dezember bis März herrschen ideale Skitourenbedingungen mit stabilen Schneeverhältnissen. Das mediterrane Klima sorgt für milde Temperaturen und häufig sonnige Tage. Im Sommer von März bis November locken Bergwandern und Klettern durch die charakteristischen Geröllfelder und zu den markanten Felstürmen aus rosa Jura-Marmor.

Gut zu wissen:

Der Name Chambeyron stammt vom okzitanischen 'Chambeiroun' und bezeichnet kleine Gamaschen – eine unverzichtbare Ausrüstung für Bergsteiger des 19. Jahrhunderts, die durch die steinigen Geröllfelder und Firnfelder ins Piemont überquerten. W.A.B.

Beste Reisezeit für das Chambeyron-Massiv

Skitouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Skitouren im Chambeyron-Massiv

Häufige Fragen zum Chambeyron-Massiv

Welche Kondition und Ausdauer brauche ich für Skitouren im Valle Maira?

Für Skitouren im Valle Maira ist sehr gute Kondition erforderlich. Die Touren bewegen sich im anspruchsvollen Bereich mit langen Aufstiegen und technisch mittleren Abfahrten durch das alpine Gelände des Chambeyron-Massivs.

Wann ist die beste Saison für Skitouren im Chambeyron-Massiv und Valle Maira?

Die beste Saison für Skitouren im Chambeyron-Massiv und Valle Maira erstreckt sich von Dezember bis März. Diese Monate bieten die zuverlässigste Schneelage in den südlichen Cottischen Alpen, wobei Januar und Februar meist die stabilsten Verhältnisse aufweisen.

Wie komme ich zum Startpunkt der Skitouren im Valle Maira von Turin aus?

Die Anreise zu den Skitouren im Valle Maira erfolgt über den Flughafen Caselle Torinese bei Turin. Von dort führt die Route über Cuneo ins Valle Maira zu den Ausgangspunkten der Skitouren im Chambeyron-Massiv.

Welche Hotels eignen sich als Basislager für Skitouren im Valle Maira und Valle Stura?

Als Basislager für Skitouren eignen sich das Albergo della Pace und Albergo Regina delle Alpi im Valle Stura sowie das Hotel Ceaglio im Valle Maira auf 1.350 m. Diese Hotels bieten Wellness und piemontesische Küche als perfekte Ergänzung zu den Skitourentagen.

Wie viele Tage sollte ich für eine Skitourenreise im Valle Maira einplanen?

Für eine Skitourenreise im Valle Maira sollten 8 Tage eingeplant werden. Diese Dauer ermöglicht eine ausgewogene Kombination aus anspruchsvollen Skitouren im Chambeyron-Massiv und Erholung in den piemontesischen Tälern.

Welche Höhenmeter und Höhenlagen erwarten mich bei Skitouren im Chambeyron-Massiv?

Die Skitouren im Chambeyron-Massiv bewegen sich zwischen 1.991 m am Col de Larche und 3.026 m am Monte Chersogno. Die Höhenunterschiede betragen typischerweise 800 bis 1.200 Höhenmeter pro Tour, wobei die Ausgangspunkte meist in den Tälern Valle Maira und Valle Stura auf etwa 1.350 m liegen.

Gibt es noch aktive Gletscher im Chambeyron-Massiv, die ich bei Skitouren sehe?

Im Chambeyron-Massiv existieren noch der Marinet-Gletscher und der Chauvet-Gletscher an der Nordseite der Aiguille de Chambeyron. Das Massiv ist jedoch sehr wenig vergletschert, da die meisten Gletscher bereits im 20. Jahrhundert verschwunden sind.

Welche Wildtiere kann ich beim Skitourengehen im Chambeyron-Massiv beobachten?

Beim Skitourengehen im Chambeyron-Massiv können Steinböcke, Murmeltiere und mit etwas Glück auch Gämsen beobachtet werden. Die alpine Fauna ist typisch für die südlichen Cottischen Alpen und zeigt sich je nach Tageszeit und Jahreszeit unterschiedlich aktiv.

Bekannte Ziele im Chambeyron-Massiv

Sattel 2.730 m

Colle d'Enchiausa

Der Colle d'Enchiausa liegt auf 2.730 m zwischen dem französischen Unerzio-Tal und dem italienischen Apsoi-Tal. Der Pass verbindet als wichtiger Grenzübergang das Chambeyron-Massiv mit den piemontesischen Skitourengebieten. Er ist Teil des Grenztourenwegs GRP Ubaye-Pays du Viso zwischen Frankreich und Italien.

Gipfel 2.776 m

Monte Cassorso W

Der Monte Cassorso erhebt sich auf 2.776 m zwischen den Gemeinden Canosio und Acceglio im piemontesischen Valle Maira. Der aus Dolomitgestein aufgebaute Gipfel trägt eine Gipfelkreuz aus Mitrailleusenresten und eine kleine Madonnenfigur. Im Winter führt eine klassische Skitour durch den gut sichtbaren Nordostkanal zur Doppelspitze.

Gipfel 2.706 m

Tête de Platasse

Die Tête de Platasse erhebt sich auf 2.706 m an der französisch-italienischen Grenze im Chambeyron-Massiv. Der Gipfel bietet weite Blicke über die Haute Ubaye und das italienische Val Maira. Als beliebtes Skitourenziel lockt er mit breiten Hängen und aussichtsreichen Gipfelpassagen.

Gipfel 2.747 m

Monte Bodoira

Der Monte Bodoira erhebt sich mit 2.747 m auf der Wasserscheide zwischen Valle Stura und Val Maira. Die abgerundete Gipfelkuppe zählt zu den beliebten Skitourenzielen im Chambeyron-Massiv. Das 360°-Panorama reicht über die gesamten Südalpen.

Gipfel 2.835 m

Rocca la Meja

Die Rocca la Meja erhebt sich auf 2.835 m im italienischen Valle Maira als markanter Kalkgipfel der Cottischen Alpen. Der pyramidenförmige Berg aus dolomitischen Kalken bietet vom Gipfel Panorama über den gesamten Westalpenhauptkamm. Die Erstbesteigung gelang Giovanni Bobba 1895 über die Südostgrat-Route.

Gipfel 2.620 m

Cima di Test

Die Cima di Test erhebt sich auf 2.620 m im Chambeyron-Massiv an der französisch-italienischen Grenze. Der wenig markante Gipfel gilt als beliebtes Skitourenziel im Valle Maira. Zwei Routen führen vom Colle Valcavera über den Colle del Mulo oder den Colle dei Morti zum Gipfel.

Gipfel 2.515 m

Cima Fauniera

Die Cima Fauniera erhebt sich auf 2.515 m in den Cottischen Alpen des Piemonts. Der Gipfel liegt oberhalb des gleichnamigen Passes zwischen Valle Grana und Valle Stura di Demonte. Das Massiv besteht aus dolomitischen Kalken und rosa Marmoren.

Kirche

Santuario di Valmala

Das Santuario di Valmala liegt auf 1.380 m im gleichnamigen Tal in der Provinz Cuneo. Der wichtigste Wallfahrtsort der Diözese Saluzzo entstand nach Marienerscheinungen von 1834. Die Kirche wurde 1851 nach Plänen des Architekten Giacomo Galfrè vollendet.

Wasserfall

Cascate di Stroppia

Die Cascate di Stroppia stürzen mit 500 m Fallhöhe als höchste Wasserfälle Italiens in die Valle Maira bei Acceglio. Die spektakulären Wasserfälle im Chambeyron-Massiv verschwinden jedoch während der Sommermonate.

Sattel 2.481 m

Colle Fauniera

Der Colle Fauniera liegt auf 2.481 m in den Cottischen Alpen und verbindet das Valle Stura di Demonte mit dem Valle Grana. Der Pass ist bekannt für seine anspruchsvolle Bergstraße mit Steigungen bis 15 Prozent. 1999 führte hier eine denkwürdige Giro d'Italia-Etappe mit Marco Pantanis Attacke zur rosa Trikoteroberung.

Sattel 2.370 m

Colle d'Esischie

Der Colle d'Esischie liegt auf 2.370 m Höhe in den piemontesischen Cottischen Alpen. Der Pass verbindet das Valle Grana mit dem Vallone di Marmora als Seitental der Valle Maira. Etwa 1,5 km talaufwärts befindet sich der strategisch wichtige Colle Fauniera.

Sattel 1.275 m

Colle Valloriate

Der Colle Valloriate (1.275 m) liegt zwischen dem italienischen Stura-Tal und den französischen Seealpen. Der Pass verbindet das Piemont mit den südlichen Cottischen Alpen und führt durch das gleichnamige Bergdorf Valloriate.

Gebiete in der Nähe des Chambeyron-Massivs

Hotels im Chambeyron-Massiv

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