Gebiet

Cottische Alpen

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Die Cottische Alpen erstrecken sich über 100 Kilometer zwischen Frankreich und Italien und bilden mit dem 3.841 m hohen Monte Viso die westlichste Hochgebirgsgruppe der Westalpen. Als einzige Alpenregion sind sie nach einem römischen König benannt – Marcus Julius Cottius regierte hier im 1. Jahrhundert vor Christus über die Bergstämme und schuf Frieden mit Rom. Diese historische Brückenfunktion zwischen den Kulturen prägt das Gebirge bis heute.

Das Spektrum reicht von anspruchsvollen mehrtägigen Bergwanderungen wie der Grande Traversata delle Alpi bis zu Hochtouren auf vergletscherte Gipfel. Der Monte Viso dominiert als markanter Felspyramide das westliche Piemont, während sich zwischen 338 und 3.841 Metern Höhe ein vielschichtiges Gebirge mit alpinen Pässen und kulturhistorischen Stätten entfaltet.

Der Fréjus-Straßentunnel und Bahntunnel zwischen Modane und Susa machen die Cottischen Alpen zu einer der verkehrstechnisch besterschlossenen Hochgebirgsregionen der Westalpen. Die Region erstreckt sich von den französischen Départements Hautes-Alpes und Savoie bis ins italienische Piemont und verbindet mediterrane Einflüsse mit hochalpinem Charakter.

Bekannte Ziele im Gebiet
San Nicolao
Lago del Ciardonnet 2556m
Lago Rouen 2391m
Roc 'd Vaie
Monte Pirchiriano 936m

Land

Frankreich
Italien

Orte im Gebiet

Rivoli
Pinerolo
Piossasco
Saluzzo

Alpenüberquerungen zwischen Frankreich und Italien

Bergwandern in den Cottischen Alpen

Die Cottischen Alpen bieten anspruchsvolle mehrtägige Bergwanderungen mit alpinem Charakter. Die Grande Traversata delle Alpi durchquert das Gebiet in neun Tagen und führt vom Gran Paradiso nach Susa durch hochalpines Gelände. Schwierigkeitsgrad und Konditionsanforderungen erreichen alpines Niveau mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit als Grundvoraussetzung. Die Höhendifferenzen zwischen Tälern und Gipfeln betragen bis zu 3.500 Meter.

Anreise & Logistik Cottische Alpen

Der Fréjus-Straßentunnel und Bahntunnel zwischen Modane und Susa bilden die Hauptachse für die Anreise aus Frankreich (Lyon, Grenoble) und Italien (Turin). Noasca dient als zentraler Ausgangspunkt für mehrtägige Trekkingtouren. Die Cottischen Alpen erstrecken sich zwischen den französischen Départements Hautes-Alpes und Savoie sowie der italienischen Region Piemont. Wichtige Täler sind das Dora-Riparia-Tal und das Varaita-Tal.

Saison in den Cottischen Alpen

Bergwandern und Hochtouren sind von Mai bis Oktober möglich, mit optimalen Bedingungen von Juni bis September. Skitouren bieten sich von Januar bis April an, während Eisklettern in den Wintermonaten Dezember bis März praktiziert wird. Die niedrige Verkehrsdichte in vielen Tälern erfordert bei der Tourenplanung längere Anfahrtswege und entsprechende Zeitreserven einzuplanen.

Gut zu wissen:

Marcus Julius Cottius war der einzige Alpenkönig, nach dem eine ganze Gebirgsgruppe benannt wurde. Unter seinem Vater Donnus hatten die Bergstämme zunächst Widerstand gegen Julius Caesar geleistet, später aber Frieden geschlossen – Cottius erhielt von Kaiser Claudius sogar den Königstitel zurück und regierte bis 63 nach Christus über die Alpes Cottiae.

Beste Reisezeit für die Cottischen Alpen

Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Bergtouren in den Cottischen Alpen

Häufige Fragen zu den Cottischen Alpen

Wie komme ich zum Startort Noasca für die Grande Traversata delle Alpi?

Noasca liegt im Orco-Tal südlich des Gran Paradiso Nationalparks im italienischen Piemont. Der Ort ist über Turin und die Staatsstraße SS460 erreichbar, etwa 70 Kilometer nordwestlich der piemontesischen Hauptstadt. Von Noasca startet die 9-tägige vierte Etappe der Grande Traversata delle Alpi.

In welchen Monaten ist Bergwandern in den Cottischen Alpen am sichersten?

Bergwandern in den Cottischen Alpen ist von Mai bis Oktober möglich. Die Monate Juni bis September bieten die stabilsten Wetterbedingungen mit geringster Schneebedeckung in den höheren Lagen. Mai und Oktober können noch oder schon Schnee in Höhenlagen über 2.500 Metern aufweisen.

Wie schwindelfrei muss ich für Bergwanderungen in den Cottischen Alpen sein?

Bergwanderungen in den Cottischen Alpen erfordern mittlere Schwindelfreiheit. Die Routen führen teilweise über schmale Bergpfade und exponierte Passagen, besonders in Höhenlagen über 2.500 Metern. Absolute Schwindelfreiheit ist nicht erforderlich, da keine Klettersteige oder Gletscherquerungen im Bergwanderprogramm enthalten sind.

Welche Kondition brauche ich für mehrtägige Bergwanderungen wie die Grande Traversata?

Mehrtägige Bergwanderungen wie die Grande Traversata erfordern sehr gute Kondition. Die 9-tägige Etappe durch die Cottischen Alpen verlangt Ausdauer für tägliche Gehzeiten von 6-8 Stunden mit Höhenunterschieden bis 1.500 Metern. Regelmäßiges Training mit mehrstündigen Bergtouren ist notwendige Vorbereitung.

Welche Ausrüstung brauche ich für Bergwanderungen in den Cottischen Alpen?

Für Bergwanderungen in den Cottischen Alpen ist die Standardausrüstung für alpine Wanderungen erforderlich: feste Bergschuhe, wetterfeste Kleidung, Regenschutz und Orientierungsmittel. Die Höhenspanne von 338 bis 3.841 Metern erfordert angepasste Ausrüstung für verschiedene Klimazonen. Bei längeren Touren wie der Grande Traversata delle Alpi sind zusätzlich Übernachtungsausrüstung und ausreichend Verpflegung notwendig.

Welche Wildtiere kann ich in den Cottischen Alpen beobachten?

In den Cottischen Alpen leben Steinbock, Gämse, Murmeltier und Bartgeier als charakteristische Alpentiere. Die Region beherbergt etwa 30.000 Tierarten und wurde 2020 durch die Entdeckung einer endemischen Schmetterlingsart namens Megacraspedus cottiensis bekannt. Die Höhenstufen von Mischwäldern bis zu alpinen Wiesen bieten vielfältige Lebensräume.

Wie unterscheiden sich die französischen und italienischen Seiten der Cottischen Alpen?

Die französische Seite der Cottischen Alpen umfasst die Départements Savoie, Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence, während die italienische Seite zur Provinz Cuneo und Metropolitanstadt Turin gehört. Wichtige Verbindungen zwischen beiden Seiten sind der Fréjus-Straßentunnel und Fréjus-Bahntunnel zwischen Modane und Susa. Die Entwässerung erfolgt französisch über Durance und Arc, italienisch über Dora Riparia zum Po.

Bekannte Ziele in den Cottischen Alpen

Kirche

San Nicolao

San Nicolao liegt am Fuße des Majella-Gebirges in den italienischen Abruzzen. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Skitouren in den Majella Nationalpark. Von hier führt eine sanft ansteigende Route zum Monte Rapina.

See 2.556 m

Lago del Ciardonnet

Der Lago del Ciardonnet liegt auf 2.552 m Höhe im Parco naturale Orsiera-Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der dreieckige Bergsee befindet sich in einer Hochgebirgskonche zwischen Monte Orsiera und Punta Gavia.

See 2.391 m

Lago Rouen

Der Lago Rouen liegt auf 2.391 m im Parco Naturale Orsiera Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der etwa 200 m lange Bergsee ist nur im Hochsommer eisfrei und wird über einen Wanderweg von der Borgata Gran Faetto erreicht.

Sattel 2.472 m

Colle dell'Assietta

Der Colle dell'Assietta ist ein 2.472 m hoher Alpenpass in den Cottischen Alpen. Er trennt das Susatal im Norden vom Val Chisone im Süden. Über den Pass verläuft die 35 km lange Assietta-Kammstraße.

Sattel 2.551 m

Colle delle Vallette

Der Colle delle Vallette liegt auf 2.551 m in den Cottischen Alpen an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass verbindet die piemontesischen Täler und bietet Zugang zu den westalpinen Bergwanderrouten.

Sattel 2.176 m

Colle delle Finestre

Der Colle delle Finestre (2.176 m) verbindet die untere Valle di Susa mit dem Val Chisone in den Cottischen Alpen. Der Pass trennt die beiden Untergruppen Fraiteve-Assietta-Ciantiplagna und Orsiera-Rocciavrè. Vom Gipfel reicht der Blick nordwärts zum Rocciamelone und südwärts zum Monte Albergian.

Seilbahn

Jouvenceaux

Jouvenceaux ist eine Fraktion der Gemeinde Sauze d'Oulx in den Cottischen Alpen im Piemont. Das historische Bergdorf liegt in der Alta Val di Susa auf 1.509 m Höhe. Die Siedlung geht auf keltische Ursprünge zurück und trägt den Namen der Sauvincatii.

Seilbahn

Chiomonte

Chiomonte liegt auf 750 m im Val di Susa in den Cottischen Alpen. Die Gemeinde verfügt mit der Fraktion Frais über eine Skistation, die über eine Sesselbahn mit dem Bahnhof verbunden ist. Das Gebiet diente 2006 als Trainingsstätte für die Olympischen Winterspiele in Turin.

Gipfel

Roc 'd Vaie

Der Roc 'd Vaie erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Susatal. Der Gipfel liegt westlich von Turin an der italienisch-französischen Grenze. Von seinem Gipfel reicht der Blick über das historische Susatal und die umliegenden Cottischen Alpen.

Gipfel 936 m

Monte Pirchiriano

Der Monte Pirchiriano erhebt sich als 936 m hoher Felssporn in den Cottischen Alpen bei Turin. Auf seinem Gipfel thront die Sacra di San Michele, das Wahrzeichen des Piemont. Der Berg besteht aus charakteristischem Serpentingestein.

Gipfel

Croce di Sanfront

Die Croce di Sanfront erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Piemont. Der Gipfel liegt im westlichen Gebirgsbereich, wo der Po entspringt und sich das Valle Po zur Poebene öffnet.

Gipfel 1.307 m

Croce di Envie - Cima Bracco

Der Monte Bracco erhebt sich auf 1.307 m zwischen dem Po-Tal und der Ebene von Cuneo. Das kleine Bergmassiv besteht aus Gneis und gehört zum kristallinen Dora-Maira-Komplex. Vom Gipfel mit seiner charakteristischen Croce di Envie reicht der Blick weit über das Piemont.

Gebiete in der Nähe der Cottischen Alpen

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