Gurien im Westkaukasus Georgiens bildet ein abgelegenes Bergland zwischen der türkischen Grenze und dem Schwarzen Meer, das sich durch seine unberührte kaukasische Wildnis und das Zusammentreffen verschiedener Klimazonen auszeichnet. Während die westlichen Hänge vom feuchten Schwarzmeerklima geprägt sind, herrschen in den höheren Lagen bereits kontinentale Bedingungen — diese Vielfalt macht das Gebiet zu einem noch wenig bekannten Ziel für Bergsteiger.
Das Spektrum reicht von Trekking in den bewaldeten Tälern bis zu anspruchsvollem Klettern an den schroffen Kalkwänden der Hauptkämme. Im Winter öffnet sich ein völlig anderes Gesicht: Skitouren und Schneeschuhwanderungen durch tief verschneite Bergwälder, während an Wasserfällen und Eisfällen ideale Bedingungen für Eisklettern entstehen.
Die Berghütte Meria Keli auf 2.400 m dient als einziger alpiner Stützpunkt in dieser entlegenen Region. Von hier erschließen sich die höheren Gipfelregionen, während die unteren Täler noch stark von der traditionellen georgischen Bergkultur geprägt sind.