Der Puyehue-Nationalpark in den südlichen Anden Chiles bildet ein vulkanisches Hochland, das sich über 220.000 Hektar zwischen den Regionen Los Lagos und Los Ríos erstreckt. Mit dem 1.896 m hohen Volcán Puyehue und dem angrenzenden Vulkan Casablanca bietet das Gebiet Skitouren auf aktiven Vulkanen – eine in den Anden seltene Kombination aus hochalpinem Gelände und geothermaler Aktivität. Der Name Puyehue entstammt der Mapuche-Sprache und bedeutet "Ort der kleinen Fische".
Das Spektrum umfasst anspruchsvolle Skitouren mit Hangneigungen bis zu 40° auf vulkanischem Terrain während der südlichen Wintermonate Juli bis September. Der Park gliedert sich in drei Sektoren: Antillanca mit dem Skigebiet am Vulkan Casablanca, Anticura und Aguas Calientes mit Thermalquellen. Die Kombination aus immergrünem Regenwald, aktiven Vulkanen und Thermalbädern ist in Südamerika außergewöhnlich.
Das ozeanische Klima bringt auch im südlichen Winter konstante Niederschläge mit sich, die zur Entstehung des valdivianischen Regenwaldes führen. Vulkanische Aktivität und unmarkiertes Terrain auf dem Vulkanplateau erfordern Erfahrung in Navigation und Wetterbeurteilung – der nahe Cordón Caulle brach zuletzt 2011 aus.