Chile erstreckt sich entlang der Westküste Südamerikas über mehr als 4.300 km von Nord nach Süd. Das Land grenzt im Osten an Argentinien und Bolivien, im Norden an Peru. Die Anden bilden die gesamte Ostgrenze und prägen das alpine Profil des Landes grundlegend. Der höchste Punkt, der Nevado Ojos del Salado, erreicht 6.891 m und gilt als höchster Vulkan der Erde. Der tiefste Punkt liegt auf Meereshöhe an der Pazifikküste. Die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt lediglich 350 km — die Höhendifferenz von über 6.800 m konzentriert sich damit auf eine außergewöhnlich kurze horizontale Distanz. Die Gesamtfläche Chiles umfasst 756.102 km².
Chile ist eine präsidiale Republik mit einer Verfassung, die zuletzt 2005 grundlegend geändert wurde. Die Hauptstadt Santiago liegt im zentralen Landesteil. Rund 18,5 Millionen Menschen leben in Chile. Die Bevölkerung setzt sich vor allem aus Mestizen und Chilenen europäischer Abstammung zusammen; die Mapuche sind die bedeutendste indigene Gruppe und pflegen mit Mapudungun ihre eigene Sprache. Spanisch ist die einzige Amtssprache. Die römisch-katholische Kirche prägt die Religionsgeschichte des Landes; evangelisch-protestantische Konfessionen haben in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Die Hochanden besaßen für die Inka rituelle Bedeutung — Vulkane und Hochgipfel galten als heilige Orte. Ab den 1990er Jahren entwickelten sich geführte Expeditionen zum Nevado Ojos del Salado und in die Atacama zu einem wachsenden Reisesegment.