Die Sächsische Schweiz bildet den deutschen Teil des Elbsandsteingebirges – dem größten Kreidesandsteinerosionskomplex Europas. Die charakteristischen Sandsteintürme, Tafelberge und tiefen Schluchten entstanden vor 95 Millionen Jahren durch Ablagerungen eines kreidezeitlichen Meeres und prägen heute eine der markantesten Felslandschaften Mitteleuropas. Als Wiege des Freikletterns entwickelte die Region seit 1874 eine einzigartige Kletterkultur mit heute über 1.100 Gipfeln und mehr als 27.000 Kletterrouten.
Bergwandern dominiert das Aktivitätsspektrum – von einfachen Waldwegen bis zu aussichtsreichen Pfaden entlang der Felsabbrüche. Die speziellen Sandsteinkletterregeln, die seit 1910 metallische Sicherungsmittel verbieten, machen das Felsklettern hier zu einer besonderen Disziplin. Der ständige Wechsel zwischen Plateaus, Schluchten und geschlossenen Wäldern schafft eine enorme Artenvielfalt – besonders bei Farnen und Moosen erreicht keine andere deutsche Mittelgebirgslandschaft diese Vielfalt.
Das Gebirge erstreckt sich beiderseits der Elbe zwischen Pirna und dem tschechischen Děčín. Der Nationalpark Sächsische Schweiz schützt seit 1990 die wertvollsten 93,5 km² dieser Landschaft. Das gemäßigte Klima mit 1.059 mm Niederschlag und milden Sommern macht die Region von März bis November begehbar – in den tiefen Schluchten herrscht dabei ganzjährig ein kühleres Mikroklima.