Der Sagarmatha-Nationalpark im nepalesischen Osthimalaya umfasst mit dem Mount Everest (8.848 m) den höchsten Berg der Welt und erstreckt sich über eine extreme Höhenspanne von 2.845 bis 8.848 Metern. Diese dramatische Vertikalität von über 6.000 Höhenmetern auf engstem Raum macht das Gebiet zu einem der alpinistisch bedeutsamsten Nationalparks weltweit – hier fand 1953 die historische Erstbesteigung des Everest durch Hillary und Tenzing statt.
Das Spektrum reicht von der Akklimatisation an technischen Sechstausendern wie Lobuche East bis zu anspruchsvollsten Höhenbergsteig-Expeditionen an Ama Dablam oder den großen Achttausendern. Die extreme Höhenlage fordert perfekte Akklimatisation und Expeditionserfahrung – 69% des Parks bestehen aus Ödland oberhalb von 5.000 Metern.
Vier verschiedene Klimazonen prägen das Gebiet von gemäßigten Wäldern mit Rhododendren und Himalaya-Birken bis zur nivalen Zone ab 5.000 Metern. Der Khumbu-Eisfall zwischen Everest-Basislager und Camp I gilt als einer der technisch anspruchsvollsten Gletscherabschnitte der Hochgebirgswelt.