Der Sarek-Nationalpark in Schwedisch-Lappland erstreckt sich über 1.970 km² und bildet Schwedens größtes Hochgebirgsgebiet mit sechs der dreizehn höchsten Fjäll des Landes. Fast 100 Gletscher prägen diese arktische Bergwildnis, deren höchster Gipfel Sarektjåhkkå mit 2.089 m Schwedens zweithöchsten Berg darstellt. Als einer der ersten Nationalparks Schwedens nach amerikanischem Yellowstone-Vorbild gegründet, ist Sarek heute ein UNESCO-Welterbe.
Das Spektrum reicht von hochalpinen Winterexpeditionen über Gletschertrekking bis zu extremen Skitouren zwischen Februar und Mai. Als "Stufe 6 Park" ohne touristische Infrastruktur fordert Sarek absolute Selbstständigkeit – keine Hütten, kaum Brücken über die Flüsse, kein Handyempfang im Parkinneren. Nur erfahrene Fjällwanderer sollten sich in diese Wildnis wagen.
Das Tundrenklima bringt extreme Temperaturschwankungen mit sich – von -9°C im Januar bis 17°C im Juli bei bis zu 2.000 mm Jahresniederschlag. Professor Axel Hamberg von der Universität Uppsala führte hier ab 1907 seine wegweisenden glaziologischen Studien durch und etablierte Sarek als Zentrum der schwedischen Fjällforschung.