Basis am Rande des Aletschgletschers
Die Mönchsjochhütte thront auf 3.650 m Höhe exponiert am Ostgrat des Mönchs und gehört zu den höchstgelegenen bewarteten Hütten der Schweiz. Am Rande des gewaltigen Aletschgletschers gelegen, bildet sie einen wichtigen Stützpunkt im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch – dort, wo das ewige Eis nach Süden zu fließen beginnt.
Die hochalpine Lage macht die Mönchsjochhütte zu einem Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren in den Berner Alpen. Von hier starten Bergsteiger zu Besteigungen des berühmten Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau – die Hütte dient als Stützpunkt für mehrtägige Durchquerungen der Viertausender im Berner Oberland. Das Gebiet eignet sich für erfahrene Alpinisten, die sich auf Gletschern sicher bewegen können.
Übernachten auf der Mönchsjochhütte
Die SAC-Hütte bietet 135 Schlafplätze in mehreren Lagern und sorgt trotz der extremen Höhenlage für alpine Gemütlichkeit. Eine mit Holz befeuerte Kochstelle spendet Wärme, während Generator und Photovoltaikanlage die Stromversorgung sicherstellen. Über einen Schmelzwassertank erfolgt die Wasserversorgung – ein ausgeklügeltes System, das den harschen Bedingungen auf über 3.600 m trotzt.
Zustieg zur Mönchsjochhütte
Der kürzeste Zustieg erfolgt vom Jungfraujoch in nur 45 Minuten über den Gletscher und macht die Hütte vergleichsweise leicht erreichbar. Diese Route erfordert jedoch Gletschererfahrung und entsprechende Ausrüstung. Per Pistenbulli vom Jungfraujoch sowie per Helikopter aus Grindelwald erfolgt die Versorgung der Hütte – eine logistische Meisterleistung in dieser Höhe.
Gut zu wissen:
Die auf Stelzen errichtete Konstruktion widersteht Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und bietet einen ganzjährig verfügbaren Winterraum. In der Umgebung befinden sich weitere hochalpine Stützpunkte: die Konkordiahütte (2.850 m) am Konkordiaplatz, die Finsteraarhornhütte (3.048 m) am Fuße des höchsten Berners sowie die Mittellegihütte (3.355 m) am Nordostgrat des Eigers.