Alpine Schutzhütte in der Dachstein Region
Das Guttenberghaus thront auf 2.146 m Höhe unter der markanten Feisterscharte im Herzen des Dachsteinmassivs. Als höchstgelegene Alpenvereinshütte der Steiermark bietet sie einen spektakulären Panoramablick über die steirische Bergwelt bis zu den Niederen Tauern. Die von der Sektion Austria betriebene Berghütte ist ein wichtiger Stützpunkt für die mehrtägige Hüttenwanderung rund um den Hohen Dachstein.
Die exponierte Lage des Guttenberghauses macht es zu einem geschätzten Ausgangspunkt für alpine Unternehmungen im östlichen Dachsteingebiet. Von hier aus lassen sich markante Gipfelziele wie die Sinabell (2.342 m) in nur 50 Minuten oder der Eselstein (2.556 m) in eineinhalb Stunden erreichen. Anspruchsvolle Bergsteiger nehmen die Scheichenspitze (2.664 m) in Angriff – ein aussichtsreicher Gipfel, der etwa zweieinhalb Stunden Gehzeit erfordert.
Übernachten auf dem Guttenberghaus
Die Berghütte bietet 65 Schlafplätze für Bergwanderer und wurde mit dem Gütesiegel "Mit Kindern auf Hütten" ausgezeichnet, wobei ein Winterraum für bis zu acht Personen ganzjährig zur Verfügung steht. Die gemütliche Atmosphäre und die spektakuläre Aussichtslage machen das Guttenberghaus zu einem geschätzten Etappenziel bei Mehrtagestouren im Dachsteingebiet.
Zustieg zum Guttenberghaus
Der Hauptzustieg erfolgt von Kulm bei Ramsau (1.150 m) in etwa drei Stunden über gut markierte Wanderwege. Alternativ führt ein längerer, aber landschaftlich reizvoller Aufstieg von Rössing (980 m) über die Silberkarhütte in vier Stunden zur Hütte. Wer bereits höher starten möchte, wählt den Weg von der Gjaidalm (1.750 m) über das Plateau "Auf dem Stein" – diese Route dauert etwa dreieinhalb Stunden.
Gut zu wissen:
Das Guttenberghaus wurde ab 1912 erbaut und am 26. Juni 1914 eröffnet, benannt nach Hofrat Adolf Ritter von Guttenberg. Die Hütte liegt strategisch günstig für Übergänge zu anderen Stützpunkten: Zur Seethalerhütte (2.740 m) benötigt man viereinhalb Stunden, zur Simonyhütte (2.205 m) etwa fünf Stunden – das macht sie zu einem wichtigen Knotenpunkt für die klassische Dachstein-Umrundung.