Berghütte ÖAV Sektion Austria

Simonyhütte

2.205m
47.501, 13.624
Betten: 136
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Obertraun, Hallstatt

Berghütte am Hallstätter Gletscher im UNESCO-Welterbe Dachstein

Die Simonyhütte steht auf 2.205 m knapp unterhalb des Hallstätter Gletschers – im Herzen des UNESCO-Welterbes Hallstatt-Dachstein. Die Berghütte der ÖAV Sektion Austria nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren im Dachsteinmassiv, vor allem die Besteigung des Hohen Dachstein (2.995 m).

Das Karstplateau prägt die Umgebung – zerklüfteter Fels, tiefe Dolinen, das gleißende Weiß des Gletschers. Von hier führen die Routen zum Hohen Dachstein und zum Hohen Gjaidstein (2.794 m). Die Simonyhütte steht am Übergang zwischen dem Hallstätter Gletscher und dem felsigen Gelände des Dachsteinplateaus. In einer überdachten Doline direkt bei der Hütte steht ein Indoor-Kletterareal – ungewöhnlich auf dieser Höhe.

Die exponierte Lage bringt Herausforderungen: Im Winter herrscht Wasserknappheit, die Versorgung erfolgt nur per Hubschrauber. Die karge Hochgebirgslandschaft des Dachsteins zeigt sich hier in ihrer ganzen Intensität – Fels, Eis und weite Karstflächen.

Übernachten auf der Simonyhütte

Die Berghütte hat 136 Schlafplätze. Duschen sind im Winter wegen der Wasserknappheit nicht möglich. Die Hütte hat eine eigene Kläranlage.

Zustieg zur Simonyhütte

Von der Krippenstein Bergstation (1.750 m) führt der markierte Weg über das Karstplateau zur Hütte – 600 Höhenmeter, knapp 3 Stunden. Der alternative Zustieg von Hallstatt dauert 5-6 Stunden durch das wilde Gelände. Übergänge sind zum Wiesberghaus Richtung Hallstatt und zur Gjaidalm nach Obertraun möglich.

Gut zu wissen:

Bereits 1843 stand hier das erste "Hotel Simony" im Wildkar. Der Naturforscher Friedrich Simony wählte 1876 den heutigen Standort aus – ein Jahr später wurde die neue Hütte eröffnet. Hinter der Simonyhütte steht die kleine Dachsteinkapelle. Die Hütte trägt das Umweltgütesiegel und steht im Natura2000-Gebiet, Zelten ist daher verboten.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.029 m

Tor

Das Tor ist ein markanter Sattel auf 2.029 m im Dachsteinmassiv. Der natürliche Felseinschnitt zwischen Raucheck und Torstein markiert die Bundesländergrenze. Eine Gedenktafel erinnert an die besondere Bedeutung des Übergangs.

Dorf

Ramsau am Dachstein

Ramsau am Dachstein liegt auf einem Hochplateau zwischen 1.100 und 1.700 m Höhe direkt unter den Südwänden des Dachsteinmassivs. Der steirische Luftkurort ist strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren zum Hohen Dachstein und den umliegenden Gipfeln.

See 933 m

Vorderer Gosausee

Der Vordere Gosausee liegt auf 933 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der natürliche Gletscherrückzugsee wurde 1913 um 12 m aufgestaut und dient als Speichersee für das Kraftwerk Gosau. Der Blick vom Seeausfluss Richtung Dachstein gilt als eines der berühmtesten Bergmotive Österreichs.

Gletscher

Hallstätter Gletscher

Der Hallstätter Gletscher erstreckt sich unterhalb des Hohen Dachsteins bis zu den Eisseen bei der Simonyhütte auf 2.205 m. Als typischer Karstgletscher besitzt er keinen oberirdischen Abfluss. Das Schmelzwasser verschwindet unterirdisch und tritt am Waldbachursprung wieder zutage.

Gipfel 2.995 m

Hoher Dachstein

Der Hohe Dachstein erhebt sich als Hauptgipfel des Dachsteingebirges auf 2.995 m und bildet mit 2.133 m Prominenz den höchsten Gipfel von Oberösterreich und Steiermark. Der Doppelgipfel mit seinem nördlich vorgelagerten Niederen Dachstein thront über ausgedehnten Gletscherfeldern und der berühmten rötlichen Südwand aus Dachsteinkalk.

Klettern

Dachstein

Das ehemalige Skigebiet Dachsteingletscher lag zwischen 2.296 m und 2.680 m auf dem Dachsteinmassiv. Die Dachstein-Südwandbahn führt zur Bergstation am Hunerkogel auf 2.687 m. 2023 wurde der Skibetrieb aufgrund des Gletscherschwundes endgültig eingestellt.

Archäologische Stätte

Gräberfeld

Das Gräberfeld im Salzbergtal oberhalb von Hallstatt gilt als eine der wichtigsten archäologischen Fundstellen Europas. Die außergewöhnlich reichen Grabbeigaben aus der Zeit von 800 bis 400 v. Chr. gaben der gesamten älteren Eisenzeit ihren Namen.

Sattel 993 m

Pötschenpass

Der Pötschenpass (993 m) verbindet Bad Goisern mit Bad Aussee zwischen Hohem Sarstein und Sandling. Die Salzkammergut Straße B 145 folgt einer historischen Handelsroute, die seit der Römerzeit begangen wird.

See 1.154 m

Hinterer Gosausee

Der Hintere Gosausee liegt auf 1.154 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der naturnahe Gebirgssee besitzt eine seltene Estavelle, durch die je nach Wasserstand unterschiedliche Fließrichtungen entstehen. Bei Hochwasser kann der Wasserspiegel um bis zu 15 m schwanken.

Gletscher

Schladminger Gletscher

Der Schladminger Gletscher liegt im österreichischen Dachsteingebirge und zählt nach Hallstätter Gletscher und Großem Gosaugletscher zu den drei größten Gletschern des Massivs. Seit 1850 hat er über zwei Drittel seiner Fläche verloren und zeigt kaum noch Fließbewegung.

Gletscher

Schneelochgletscher

Der Schneelochgletscher liegt am Wandfuß des Hohen Kreuzes im Dachsteinmassiv auf 2.300 m Höhe. Mit 13 ha Fläche zählt er zu den kleineren Dachsteingletschern. Als Karstgletscher führt er das Schmelzwasser über unterirdische Höhlensysteme ab.

Gipfel 2.351 m

Grimming

Der Grimming (2.351 m) erhebt sich als isolierter Gebirgsstock zwischen Ennstal und Hinterberger Tal in der Obersteiermark. Mit einer Prominenz von 1.516 m gilt er als markanter Aussichtsberg und wurde früher als höchster Berg der Steiermark bezeichnet.