Berghütte DAV Sektion Hildesheim

Hildesheimerhütte

2.899m
46.966, 11.119
Betten: 70
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Sölden

Hochalpiner Stützpunkt zwischen Ötztal und Stubaital

Die Hildesheimerhütte steht auf 2.899 m am historischen Übergang zwischen Ötztal und Stubaital. Bereits 1896 errichtet, dient die Schutzhütte der DAV Sektion Hildesheim heute als hochalpiner Stützpunkt im Herzen der Stubaier Alpen. Ringsum erheben sich die vergletscherten Dreitausender – allen voran das Zuckerhütl mit seinen 3.507 m.

Von hier führen die Routen auf die höchsten Gipfel der Stubaier Alpen: Das Zuckerhütl (3.507 m) und der Wilde Pfaff (3.456 m) sind die Hochtouren von der Hildesheimerhütte. Die exponierte Lage ermöglicht auch den Übergang zu den Nachbarhütten – zur Dresdner Hütte, zur Hochstubaihütte oder zur Müllerhütte. In Hüttennähe fordert der Klettersteig Falkengrat erfahrene Bergsteiger heraus.

Die Geschichte der Hildesheimerhütte reicht zurück ins Jahr 1896. Nach der Beschlagnahmung durch die Alliierten kam sie 1958 wieder in den Besitz des DAV zurück. Seit 2019 steht das traditionsreiche Schutzhaus unter Denkmalschutz – ein Zeugnis alpiner Erschließungsgeschichte an einem der wichtigsten Übergänge der Ostalpen.

Übernachten auf der Hildesheimerhütte

70 Schlafplätze stehen in der Hildesheimerhütte zur Verfügung, aufgeteilt auf 24 und 46 Schlafplätze. Ein Winterraum bietet auch außerhalb der Bewirtschaftungszeiten Schutz. Die Hütte verfügt über eine Photovoltaikanlage und moderne Abwasseraufbereitung – alpine Infrastruktur auf 2.899 m Höhe.

Zustieg zur Hildesheimerhütte

Der Aufstieg beginnt in Sölden auf 1.367 m und führt in etwa 5 Stunden zur Hütte. Kürzer ist der Weg von Fiegl's Gasthaus auf 1.959 m – von dort sind es noch 3,5 Stunden. Aus dem Stubaital nutzen viele Bergsteiger die Gletscherbahn und erreichen die Hildesheimerhütte in nur 1,5 Stunden. Für schweres Gepäck steht ab Gaispillen eine Materialseilbahn zur Verfügung.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.