Gebiet

Ostgrönland

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Ostgrönland bildet mit seiner gewaltigen arktischen Wildnis das größte zusammenhängende Gletschersystem außerhalb der Antarktis und erhebt sich mit dem Gunnbjørn Fjeld auf 3.694 m zum höchsten Punkt der Arktis. Die Region erstreckt sich über 2,2 Millionen Quadratkilometer und bietet Expeditionsbergsteigern weltweit einzigartige Bedingungen — von vergletscherten Küstengebirgen bis zum endlosen Inlandeis. Seit den Pionierexpeditionen von Fridtjof Nansen in den 1880er Jahren gilt Ostgrönland als ultimative Herausforderung für Polar- und Expeditionsbergsteiger.

Das Spektrum reicht von anspruchsvollen Skitouren im arktischen Frühjahr bis zu extremen Expeditionen ins Inlandeis und alpinen Erstbesteigungen in unberührten Küstengebirgen. Eisklettern an gefrorenen Wasserfällen und Winterwanderungen unter dem Polarlicht erschließen die Dunkelzeit von September bis März. Im kurzen arktischen Sommer locken Trekking und Bergsteigen unter der Mitternachtssonne in einer Landschaft aus Fjorden, Gletschern und schroffen Granitgipfeln.

Die extreme Abgeschiedenheit macht jede Unternehmung zu einer logistischen Expedition — Flugzeug oder Schiff sind oft die einzigen Zugangswege. Das kontinentale arktische Klima mit Temperaturen von -40°C im Winter bis +15°C im Sommer erfordert absolute Expeditionserfahrung und komplette Eigenversorgung über Wochen hinweg.

Bekannte Ziele im Gebiet
Ammassalik Fjord
Apusiaajik Glacier
Tasiilaq
Tiningnertok 2289m
Patuersuoq 2488m

Land

Grönland

Orte im Gebiet

Tasiilaq
Ittoqqortoormiit
Kulusuk

Expeditionen in der größten arktischen Wildnis

Expeditionen in Ostgrönland

Ostgrönland fordert absolute Expeditionserfahrung — von Skitouren im April und Mai bis zu alpinen Unternehmungen im Juli und August. Eisklettern und Winterwanderungen sind von März bis Mai und September bis Oktober möglich. Die Kombination aus extremem Klima, kompletter Abgeschiedenheit und unberührten Gipfeln macht jede Tour zu einer ernsten Expedition mit Wochen der Eigenversorgung.

Anreise & Logistik Ostgrönland

Der Zugang erfolgt über Island mit Charter-Flügen nach Kulusuk oder Tasiilaq, alternativ per Expeditionsschiff von Island oder Norwegen. Das Inlandeis erreicht man über Flugzeug-Transfers zu Landeplätzen auf dem Gletscher. Komplette Ausrüstung und Verpflegung müssen mitgeführt werden — Nachschub ist unmöglich.

Saison & Klima in Ostgrönland

Von März bis Mai herrschen ideale Bedingungen für Skitouren und Eisklettern bei stabilen Minustemperaturen und zunehmendem Tageslicht. Der kurze Sommer von Juli bis August ermöglicht Trekking und Bergsteigen unter der Mitternachtssonne bei bis zu 15°C. Die Polarnacht von November bis Februar bietet Nordlichtbedingungen, erfordert aber extreme Kälteschutzausrüstung.

Beste Reisezeit für Ostgrönland

Skitouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Trekking & Wanderreisen
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Expeditionen in Ostgrönland

Bekannte Ziele in Ostgrönland

Bucht

Ammassalik Fjord

Der Ammassalik Fjord erstreckt sich über 41 km durch die Sermersooq-Region im Südosten Grönlands. Der Fjord trennt die große Ammassalik-Insel vom gleichnamigen Archipel und mündet in den Nordatlantik.

Gletscher

Apusiaajik Glacier

Der Apusiaajik Gletscher liegt auf der unbewohnten Insel Apusiaajik im Südosten Grönlands. Der Gezeitengletscher ist ein beliebtes Ziel für Bootstouren von Kulusuk. Im Winter lässt sich die Gletscherstirn über den gefrorenen Torsuut Tunoq erreichen.

Stadt

Tasiilaq

Tasiilaq liegt am Kong Oskar Fjord an der Ostküste Grönlands. Die kleine Inuit-Siedlung dient als Ausgangspunkt für Skitouren und Trekking-Expeditionen in die arktische Wildnis Ostgrönlands.

Bucht

Tasiilaq

Tasiilaq ist mit rund 3.000 Einwohnern die größte Ortschaft an Grönlands Ostküste. Die Inuit-Siedlung dient als Dreh- und Angelpunkt für Polarexpeditionen auf das Grönländische Inlandeis. Neben traditionellem Fischfang und Jagd bildet der Expeditionstourismus ein wichtiges Standbein.

Dorf

Tiniteqilaaq

Tiniteqilaaq ist eine kleine Siedlung mit 96 Einwohnern in Ostgrönland. Der Ort liegt am Sermiligfjord und dient als Ausgangspunkt für Skitouren in der arktischen Bergwelt. Die Anreise erfolgt über Hundeschlitten vom König Oskar Fjord.

Bucht

Sermilik-Fjord

Der Sermilik-Fjord in Ostgrönland zählt zu den größten Fjorden der südöstlichen Küste. Sein grönländischer Name bedeutet "Ort der Gletscher" und verweist auf die zahlreichen Gletscher wie Helheim, Fenris und Midgard, die den Fjord speisen.

Gletscher

Pasterze

Die Pasterze ist Teil des größten Eisschildes der nördlichen Hemisphäre. Das Grönländische Inlandeis erstreckt sich über weite Teile Grönlands und erreicht Mächtigkeiten von über 3.000 Metern.

Gipfel 2.289 m

Tiningnertok

Der Tiningnertok erhebt sich auf 2.289 m an der Ostküste Grönlands am Lindenow Fjord. Der massive Granitgipfel mit mehreren Gipfelaufbauten gilt als schwer erreichbares Bergsteigerziel in abgelegener arktischer Region.

Gipfel 2.488 m

Patuersuoq

Der Patuersuoq erhebt sich auf 2.488 m im abgelegenen Südosten Grönlands. Der isolierte Gipfel am Paatusoq-Fjord galt lange als höchster unbestiegener Berg der Region. Die Erstbesteigung gelang 1966 dem österreichischen Alpinisten Toni Dürnberger.

Gipfel 2.943 m

Petermannspitze

Die Petermannspitze erhebt sich mit 2.943 m auf einem Nunatak am Nordenskiöld-Gletscher in Ostgrönland. Der Berg galt lange als höchster Gipfel Grönlands. Die Erstbesteigung gelang 1929 der Cambridge-Expedition unter James Wordie.

Basecamps in Ostgrönland

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