Island liegt im Nordatlantik auf dem Mittelatlantischen Rücken, zwischen Europa und Nordamerika. Die Insel erstreckt sich über 103.000 km² und ist vollständig von Atlantik und Arktischem Ozean umgeben. Das Innere des Landes bildet ein weitgehend unbewohntes Hochplateau zwischen 400 und 1.000 m Höhe. Gletscher bedecken 14,3 % der Landesfläche. Der Vatnajökull gilt als größter Gletscher Europas. Zahlreiche Gletscherflüsse fließen von den Eisfeldern zur Küste hinab. Die Küstenlinie misst 4.970 km und ist reich an Fjorden. Hier, im subarktisch-ozeanisch gemäßigten Tiefland, leben alle größeren Siedlungen des Landes. Das Hochland hingegen bleibt dauerhaft menschenleer — ein weites Mosaik aus Lavafeldern, Sandebenen und Gletschern.
Island ist eine parlamentarische Republik mit rund 395.000 Einwohnern. Die Hauptstadt Reykjavík zählt etwa 138.250 Einwohner. Das Althing, eines der ältesten Parlamente der Welt, besteht aus 63 Mitgliedern. Die Amtssprache ist Isländisch, eine nordgermanische Sprache. Englisch ist im Alltag und im Tourismus weit verbreitet. Der Lutheranismus ist seit 1550 Staatsreligion. Die Besiedlung begann ab 874 n. Chr. durch norwegische Wikinger. Das raue Hochland galt von Anfang an als unzugänglich. Vulkane wie der Hekla besaßen in der nordischen Mythologie mythische Bedeutung. Ab den 1990er Jahren entwickelte sich kommerzieller Trekking- und Ökotourismus. In den 2010er Jahren gewann das Wandern und Trekking im Hochland stark an Bedeutung.