Die Tröllaskagi-Halbinsel zwischen den Fjorden Skagafjörður und Eyjafjörður in Nordisland bildet ein hochalpines Skigebirge mit dem 1.538 m hohen Kerling. Viele Gipfel erreichen über 1.200 m Höhe und ragen direkt aus dem Meer empor – diese Kombination aus alpinem Gelände und Küstenlage macht die Halbinsel zu einem der führenden Skitourenziele der Arktis. Der Name Tröllaskagi ist ungewöhnlich jung für isländische Verhältnisse und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts geprägt.
Die Skitouren reichen bis zu mittelschweren Abfahrten mit 35° Hangneigung, wobei die Touren oft direkt vom Meeresspiegel beginnen. Das außergewöhnlich schneereiche Hochland macht die Lágheiði-Route zwischen Ólafsfjörður und Fljót den größten Teil des Jahres unpassierbar. Zahlreiche kleine Gletscher in Gljúfurárjökull und Tungnahryggsjökull speisen das System aus tief eingeschnittenen Tälern, die durch Gletschererosion der Eiszeiten geformt wurden.
Das Klima der Halbinsel ist geprägt von extremer Schneeanhäufung im Hochland, während die Küstenorte Akureyri und Ólafsfjörður als schneesichere Basecamps dienen. Das Svarfaðardalur-Naturreservat beherbergt eine reiche arktische Vogelwelt mit über 40 Arten, darunter Seetaucher und Kragenenten. Die Insel Hrísey gilt als streng geschütztes Vogelparadies ohne Jagd oder Eiersammlung.