Die Dolomiten in Nordostitalien bilden eine der markantesten und berühmtesten Gebirgsgruppen der Ostalpen mit der 3.343 m hohen Marmolada als höchstem Gipfel. Die scharfkantigen Türme, Zinnen und Plateaus aus Dolomitgestein prägen eine weltweit einzigartige Berglandschaft – seit 2009 UNESCO-Welterbe und Schauplatz alpinistischer Geschichte seit der ersten Erschließung durch britische Forscher 1864.
Das alpine Spektrum reicht von einfachen Bergwegen bis zu schwierigen Klettersteigen und extremer Felsklettererei. Über 80 Gipfel über 3.000 m bieten Routen für jeden Anspruch – von den berühmten Normalwegen auf Marmolada oder Piz Pordoi bis zu auch auf den leichtesten Wegen schon sehr anspruchsvollen Gipfeln wie Großen Zinne oder Langkofel. Das dichte Netz von 54 Berghütten erschließt neun Naturparks zwischen Pragser Wildsee und Sellagruppe.
Das besondere Klima mit Enrosadira-Phänomen – der rosa bis violetten Färbung bei Sonnenuntergang – verstärkt den Charakter dieser ehemaligen Korallenriffe. Die geologische Geschichte reicht 250 Millionen Jahre zurück zu tropischen Meereszeiten, deren Spuren heute als fossile Korallen und Muschelschalen in den Felswänden zu finden sind.