Der Huascarán-Nationalpark in den peruanischen Anden bildet mit 663 Gletschern und 20 Sechstausendern das wichtigste Hochgebirgsmassiv der Tropenzone. Der Huascarán Sur (6.768 m) ist nicht nur Perus höchster Gipfel, sondern auch der höchste Berg der gesamten Tropenzone – eine Dimension die das Gebiet weltweit einzigartig macht. Die deutsch-österreichische Erstbesteigung 1932 markierte den Beginn des modernen Höhenbergsteigens in Südamerika.
Das Spektrum reicht von technisch anspruchsvollen Sechstausender-Expeditionen bis zu hochalpinen Akklimatisationstouren auf 5.000 m. Die Cordillera Blanca bietet perfekte Bedingungen für Höhenbergsteigen – kurze Zustiege, vergletscherte Gipfel ab 5.500 m und eine Gipfeldichte wie nirgendwo sonst in den Anden. Lima als Ausgangspunkt ermöglicht innerhalb weniger Stunden den Wechsel von der Meeresküste ins Hochgebirge auf über 4.000 m.
Der Nationalpark liegt in einer der klimawandel-vulnerabelsten Regionen der Erde – 30% der Gletscherfläche verschwanden zwischen 1997 und 2003. Diese dramatische Veränderung macht jede Expedition zu einem Zeugnis des Wandels in den tropischen Hochgebirgen der Welt.