Land

Peru

🇵🇪

Peru liegt im westlichen Südamerika und grenzt an Ecuador und Kolumbien im Norden, Brasilien im Osten, Bolivien im Südosten sowie Chile im Süden. Die Andenkordillere durchzieht das Land als zentraler Gebirgsgürtel von Nord nach Südost. Das Staatsgebiet umfasst 1.285.216 km² und gliedert sich in drei ausgeprägte Naturräume: die aride Küstenebene Costa, das Hochland der Sierra mit dem Altiplano-Plateau sowie die östliche Selva des Amazonasbeckens. Der tiefste Punkt an der Pazifikküste liegt bei −37 m, während der Huascarán im Westen der Cordillera Blanca mit 6.778 m den höchsten Gipfel Perus bildet. Die Höhendifferenz von der Küste bis zu den vergletscherten Andengipfeln vollzieht sich auf vergleichsweise kurzer horizontaler Distanz und prägt die extreme landschaftliche Vielfalt des Landes.

Peru ist eine unitarische semi-präsidentielle Republik mit einer Verfassung aus dem Jahr 1993 und zählt rund 32 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Lima liegt an der Pazifikküste. Das Land vereint eine ausgeprägte ethnische Vielfalt; neben der mestizischen Bevölkerung prägen indigene Gruppen das kulturelle Bild. Amtssprache ist Spanisch. Quechua — die Sprache des Inka-Reiches — wird bis heute von einem erheblichen Teil der Bevölkerung gesprochen und wurde unter General Velasco Alvarado dem Spanischen gleichgestellt. Aymara zählt zu den weiteren bedeutenden Regionalsprachen. Der römisch-katholische Glaube ist die vorherrschende Religion, ergänzt durch indigene Praktiken und synkretistische Verbindungen aus indigenen Ritualen und christlichen Feiern. Die Andengipfel galten den Inka als heilige Orte; rituelle Aufstiege auf Gipfel über 6.000 m sind für die Capacocha-Rituale der Inka-Kultur belegt.

Bekannte Ziele und Gipfel in Peru
Ishinca 5.530 m
Tocllaraju 6.034 m
Carhuacocha
Huaraz
Quitaraju 6.036 m
Währung
Peruanischer Sol
Amtssprachen
Spanisch, Quechua
Zeitzone
UTC-05:00
Sommerzeitregel
Keine Sommerzeit (Ganzjährig gleicher UTC-Offset)
Einreise
Reisepass, visumfrei

Einreise & Aufenthalt

Quelle: Auswärtiges Amt
Einreise Hinweise

letzte Aktualisierung: 04.06.26 12:21 Uhr durch das Auswärtiges Amt

Einreise-Stufe: Reisepass, visumfrei
Mindestgültigkeit Ausweisdokument: 6 Monate (ab Einreise)
Quelle: Auswärtiges Amt

Vollständiger Text vom Auswärtigen Amt

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Alle Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Sollte der Pass nicht die erforderliche Gültigkeitsdauer enthalten, erfolgt eine Zurückweisung an der Grenze (beziehungsweise am Flughafen), auch wenn nur ein kurzer Aufenthaltszeitraum in Peru vorgesehen ist.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen pro Halbjahr kein Visum.
Einreisekontrolle
Bei der Einreise über einen der internationalen Flughäfen und Seehäfen (Kreuzfahrtterminals) werden die Einreise- und Aufenthaltsdaten elektronisch von der peruanischen Grenzbehörde erfasst. Die Einreise und die bewilligte Aufenthaltsdauer werden nicht im Reisepass vermerkt; sie werden in der Regel nur mündlich mitgeteilt.
Bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer muss bei der Ausreise eine Geldstrafe in Höhe von derzeit 5 PEN pro Tag der Überschreitung bezahlt werden, bevor das Land verlassen werden kann.
Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugtickets vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen Einreisevorschriften entspricht.
Die Entscheidung, welche Aufenthaltsdauer im Einzelfall bewilligt wird, obliegt den Grenzbehörden.
- Bitte beachten Sie: es wird nicht automatisch eine Aufenthaltsdauer von 90 Tagen bewilligt, sondern diese bestimmt sich nach Ihren Angaben bei der Einreise.
Bei einer nicht registrierten Einreise auf dem Land- oder Wasserweg gehen die peruanischen Behörden von einem illegalen Aufenthalt aus, der zu erheblichen Problemen und Verzögerungen (mindestens zehn Tage) bei der Ausreise und im ungünstigen Fall zu einer kostenpflichtigen Abschiebung führen kann. Manche Grenzübergänge (etwa bei Einreise aus Bolivien oder Ecuador) können nachts nicht besetzt sein, sodass die Registrierung dort nicht erfolgen kann. In diesem Fall sollten Reisende umgehend und spätestens im nächstgrößeren Ort die Einwanderungsbehörde (Migraciones) aufsuchen.
- Achten Sie unbedingt darauf, dass das Grenzpersonal Ihre Einreise und die bewilligte Aufenthaltsdauer korrekt vermerkt.
- Falls das Grenzpersonal Ihnen die bewilligte Aufenthaltsdauer nicht von sich aus mitteilt, fragen Sie nach, um eine Überschreitung zu vermeiden. Diese zieht eine Strafe nach sich.
- Bei Einreise auf dem Land- oder Wasserweg kümmern Sie sich bitte aktiv darum, einen Einreisestempel zu erhalten. Ohne diesen ist eine Ausreise aus Peru nicht möglich.
- Reisen Sie möglichst tagsüber ein und suchen Sie notfalls bei nicht erfolgter Registrierung umgehend und spätestens im nächstgrößeren Ort die Einwanderungsbehörde auf.
Verlängerung des Aufenthalts
Eine Verlängerung der 90-tägigen Aufenthaltsdauer ist nicht möglich.
Detaillierte Informationen sind in spanischer und englischer Sprache bei der „Superintendencia Nacional de Migraciones“ oder bei den peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. im Wohnsitzland erhältlich.
Sollte ein Daueraufenthalt in Peru angestrebt werden, muss das entsprechende notwendige Einreisevisum bei der für den Wohnort zuständigen peruanischen Auslandsvertretung beantragt werden. Für die dann in Peru zu beantragende Aufenthaltsgenehmigung wird ein aktuelles deutsches Führungszeugnis mit Apostille und Übersetzung benötigt. Dies sollte bei Einreise mitgeführt werden.
Ein- oder Ausreise über die USA
- Beachten Sie für Reisen über die USA die Einreisebestimmungen für die USA.
Minderjährige
Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Einwanderungsbehörde für Minderjährige, die nicht von beiden sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, die Vorlage einer von einem peruanischen Notar oder von der zuständigen peruanischen Auslandsvertretung ausgestellten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung erforderlich:
- für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei im Ausland wohnhaften Peruanern nach einem Aufenthalt in Peru von über 183 Tagen;
- für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz („Residencia“) in Peru oder bei einem Aufenthalt in Peru von mehr als 183 Tagen.
- Beachten Sie hierzu die Informationen (auf Spanisch und Englisch) der Einwanderungsbehörde "Migraciones".
Einfuhrbestimmungen
Informationen über Zollvorschriften in Peru auf Spanisch und Englisch bietet die peruanische Zollbehörde.
Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.
Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.
Beim Versand elektronischer Apparate, Ersatzteile, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru ist die Zollauslösung kostspielig und zeitaufwändig. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten. Die Deutsche Botschaft Lima und die deutschen Honorarkonsuln in Peru können in diesem Fall nicht tätig werden.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die temporäre Einfuhr eines Pkws oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.
Tiere
Für Haustiere muss am Schalter des National Agricultural Sanitation Service (SENASA) die Ausstellung der Einfuhrlizenz („licencia de internación“) gegen eine Gebühr in Höhe von rund 50 EUR beantragt werden. Hierfür müssen ein mind. 30 Tage, höchstes 12 Monate altes Impfzeugnis gegen Tollwut sowie ein max. zehn Tage vor Ankunft ausgestelltes Gesundheitszeugnis mit Auflistung aller Impfungen vorgelegt werden. Weitere Informationen erteilt die Botschaft von Peru in Berlin.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gesundheitliche Empfehlungen
Pflichtimpfung bei Einreise
Keine
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A Hepatitis B Tollwut Gelbfieber Masern Dengue-Fieber
Quelle: Auswärtiges Amt
Impfschutz
Pflichtimpfungen
Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Aus Peru kommend kann der Nachweis einer Gelbfieberimpfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
Reiseimpfungen
Es sind Impfungen gegen Gelbfieber (s. unten) und Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab einem Alter von neun Monaten empfohlen, die in Gebiete unterhalb von 2.300 m in folgenden Regionen reisen: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martín, Ucayali, Puno, Cusco, Junín, Pasco, Huánuco, hoher Norden von Apurimac, hoher Norden von Huancavelica, Nordosten von Ancash, Osten von La Libertad, Norden und Osten von Cajamarca, Norden und Nordosten von Ayacucho und der Osten von Piura.
Nicht generell empfohlen ist eine Gelbfieberimpfung für Reisen westlich der Anden in die Region Tumbes sowie den Westen und Zentralgebiete von Lambayeque, den Westen von Piura sowie Westen und Zentralgebiete von Cajamarca.
In Gebieten oberhalb von 2.300 m ist keine Gelbfieberimpfung empfohlen.
Standardimpfungen
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist im privaten Sektor in Lima insgesamt befriedigend und entspricht überwiegend dem Stand von Wissenschaft und Technik. Im öffentlichen Sektor bestehen aufgrund begrenzter Ressourcen Einschränkungen. In ländlichen Regionen nimmt die Versorgungsqualität z.T. drastisch ab. So kann an dünn besiedelten, aber dennoch touristisch reizvollen Orten nicht immer von einer ausreichenden medizinischen Versorgung ausgegangen werden. In Cusco reichen die Behandlungsmöglichkeiten für Schwerverletzte oder schwer Erkrankte oft nicht aus. Sobald es der medizinische Zustand zulässt, sollten diese Personen daher nach Lima verlegt werden.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Ein Gelbfieberrisiko besteht in verschiedenen Gebieten unterhalb von 2.300 Höhenmetern, siehe Impfschutz. Der Anteil an der überwiegend vorkommenden Malaria tertiana, verursacht durch Plasmodium vivax, beträgt 84%. 15% entfallen auf die Malaria tropica, verursacht durch Plasmodium falciparum (überwiegend in Regionen Loreto und Amazonas), 1% entfällt auf andere. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
- Hohes Risiko: Provinz Loreto; nördliche Anteile der Provinz Amazonas
- Mittleres Risiko: einige Gebieten unterhalb von 2.500 Höhenmetern östlich der Anden (sofern nicht o. g.); Stadtzentren von Iquitos und Leticia
- Geringes Risiko: restliches Land unterhalb von 2.500 Höhenmetern einschl. der Stadt Puerto Maldonado; nördliche Provinzen im Westen der Anden (Tumbes, Piura) (sofern nicht o. g.)
- Malariafrei: Höhenlagen ab 2500 Höhenmetern; Regionen westlich der Anden, die südlich von Piura liegen; touristische Ziele im Hochland (Machu Picchu, Titicacasee); Städte Cusco, Lima, Arequipa, Ica, Moquegua, Nazca, Puno, Tacna
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniose, Oropouche-Fieber und Zikavirus-Infektionen.
- Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber, Chikungunyafieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
- Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen.
- Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte („garapa“) übertragen. Fleckfieber wird durch Läuse, Milben, Zecken und Flöhe übertragen.
- Schützen Sie sich bei naturnahen Aufenthalten im Freien und suchen Sie Ihren Körper im Anschluss sorgfältig ab. Verwenden Sie vor allem in einfachen Unterkünften auf dem Land Bettnetze, um nächtliche Raubwanzenbisse zu vermeiden, siehe Schutz vor Insekten.
- Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. auch von Açaí-Saft.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A-Impfung beraten.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Eine Ansteckung mit Tollwut über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. In Peru gibt es zahlreiche Schlangen.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
- Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
- Sollten Sie von einem Hund oder einer Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
- Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.
Weitere Gesundheitsgefahren
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bei der Höhenkrankheit (Soroche) handelt es sich um eine gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe ab 2.500 Höhenmetern, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2.000 m. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno. Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Die meisten gegen die Höhenkrankheit eingesetzten Medikamente sind verschreibungspflichtig.
- Beachten Sie unsere Informationen zur Höhenkrankheit.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Zoll Hinweise
Quelle: Auswärtiges Amt
Informationen über Zollvorschriften in Peru auf Spanisch und Englisch bietet die peruanische Zollbehörde.
Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.
Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.
Beim Versand elektronischer Apparate, Ersatzteile, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru ist die Zollauslösung kostspielig und zeitaufwändig. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten. Die Deutsche Botschaft Lima und die deutschen Honorarkonsuln in Peru können in diesem Fall nicht tätig werden.
Einreise mit einem Fahrzeug
Die temporäre Einfuhr eines Pkws oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Offizielle Reisehinweise

Wähle deine Staatsangehörigkeit für die aktuellen Hinweise deines Außenministeriums.

🇦🇹
Österreich
BMEIA Österreich
🇨🇭
Schweiz
EDA Schweiz
🇮🇹
Italien
Farnesina Italien
🇩🇪
Deutschland
Auswärtiges Amt

Weiteres zum Reiseland Peru

Neben den geographischen und alpinen Eckdaten oben gibt es praktische Aspekte, die das Bild Perus als Reiseland vervollständigen: die politische Lage, Sicherheit im Alltag, Zahlungsmittel auf Trekkingrouten und in abgelegenen Regionen. Auf dem Weg in große Höhen kommen Naturgefahren wie seismische Aktivität, Erdrutsche in der Sierra und Höhenkrankheit ab 3.000 m hinzu — dazu gesundheitliche Risiken wie Tropenerkrankungen im Amazonasbecken und Fragen rund um Einreise und Impfschutz. Die folgenden Hinweise fassen den aktuellen Stand zusammen — direkt aus den offiziellen Reise- und Sicherheitsinformationen des Auswärtigen Amtes.

Aktuelles
Quelle: Auswärtiges Amt
Präsidentschaftswahlen in Peru am 7. Juni 2026
Am 7. Juni 2026 findet in Peru die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt. In den Tagen vor und nach der Wahl sowie am eigentlichen Wahltag ist mit einer erhöhten Polizei- und Militärpräsenz in den Städten und auf den Straßen zu rechnen, insbesondere im Umfeld der Wahllokale (Schulen und Gemeinschaftszentren).
In der Zeit vom 6. Juni 2026, 8 Uhr, bis 8. Juni 2026, 8 Uhr, gilt ein landesweites Alkoholverbot. Der Konsum und Verkauf sowie die Abgabe von Alkohol sind in den Wahllokalen, in deren Umgebung und auf öffentlichen Plätzen verboten. Ein Verstoß kann mit Geld- oder Haftstrafen belegt werden.
- Leisten Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräfte Folge.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
- Seien Sie achtsam und informieren Sie sich tagesaktuell über lokale Medien.
- Führen Sie stets einsatzfähige Kommunikationsmittel mit sich.
- Informieren Sie sich bei der peruanischen Regierung bzw. Ihrem Reiseveranstalter/Hotel über die Situation auf den Reiserouten. Planen Sie hinreichend Zeit ein und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
Sicherheitslage
In der Metropolregion Lima und der an Lima angrenzenden Region Callao gilt seit 28. Februar 2026 weiterhin der Ausnahmezustand.
Auch in den Städten Trujillo und Virú (Region La Libertad) und den Städten Tumbes und Zarumilla (Region Tumbes) gilt weiterhin der Ausnahmezustand.
In verschiedenen anderen Regionen des Landes gilt ebenfalls weiterhin der Notstand, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. Während der Geltungsdauer des Ausnahmezustands sind einige von der Verfassung geschützten Rechte der Bevölkerung eingeschränkt, so u.a. das Recht auf Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit, aber auch das Recht auf Unverletzbarkeit des Wohnraums. Zudem wird dem Militär die Möglichkeit eröffnet, die Polizei bei ihren Aufgaben zu unterstützen.
- Verfolgen Sie die Sicherheitslage in den peruanischen Medien, z.B. über den Kanal der peruanischen Polizei, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
- Halten Sie sich von großen Menschenansammlungen und Demonstrationen fern.
- Folgen Sie den Anweisungen der peruanischen Behörden.
- Planen Sie hinreichend Zeit ein und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
- Versuchen Sie nicht, Blockaden zu überwinden. Dies kann zu aggressiven Reaktionen der Demonstranten führen.
- Tragen Sie sich in die Krisenvorsorgeliste ein.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Sicherheit
Quelle: Auswärtiges Amt
Siehe Aktuelles
Terrorismus
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
In Peru kann es immer wieder zu anlassbezogenen Protestaktionen und Demonstrationen verschiedener Interessensgruppen kommen.
In verschiedenen Regionen des Landes (v.a.: Pataz, dem VRAEM und an der Grenze zu Ecuador) gilt der Notstand, womit einige von der Verfassung geschützten Rechte der Bevölkerung eingeschränkt sind, so u.a. das Recht auf Versammlungsfreiheit und Bewegungsfreiheit, aber auch das Recht auf Unverletzbarkeit des Wohnraums. Zudem wird dem Militär die Möglichkeit eröffnet, die Polizei bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dies hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf touristische Reisen.
- Verfolgen Sie die aktuelle Sicherheitslage in den peruanischen Medien, so z.B. über den Kanal der peruanischen Polizei, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
- Folgen Sie den Anweisungen der peruanischen Behörden.
- Halten Sie sich von großen Menschenansammlungen und Demonstrationen fern.
- Fragen Sie ggf. in Ihrem Hotel nach, wie die Situation vor Ort aktuell ist, und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
- Bitte denken Sie auch daran, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.
- Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden zu überwinden. Dies kann zu aggressiven Reaktionen der Demonstranten führen.
- Begeben Sie sich nicht zum Flughafen, wenn Sie keinen bestätigten Flug haben, der Zutritt zum Flughafengebäude wird Ihnen nur gegen Vorlage eines Flugtickets gewährt.
Situation an den Grenzen zu Ecuador, Kolumbien und Brasilien
Im Zuge der verschlechterten Sicherheitslage in Ecuador (siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Ecuador) gilt in den fünf an Ecuador grenzenden Regionen im Norden des Landes (Tumbes, Piura, Cajamarca, Amazonas und Loreto) der Notstand und die Präsenz des Militärs und der Polizeibehörden wurde verstärkt.
Die Landgrenzen zu Ecuador bleiben für den Personenverkehr geöffnet.
Aufgrund einer Anordnung des ecuadorianischen Innenministeriums, wonach alle nicht in Ecuador lebenden Ausländer bei Einreise auf dem Landweg ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen, kann es zu Verzögerungen bei oder Verweigerungen der Einreise von Peru nach Ecuador kommen. Weitere Informationen (auch über evtl. Ausnahmen) bieten die Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.
Im Amazonasgebiet Loreto besteht ein Konflikt um die Erdölförderung, der teilweise zur Blockade des Schiffsverkehrs auf dem Ucayali (Canal Puinahua) führt.
Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde in einigen Provinzen der Notstand ausgerufen. Betroffen sind Provinzen des sogenannten VRAEM, also das Gebiet der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro und Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte; es kommt dort dennoch weiterhin zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Mit Einschränkungen im Reiseverkehr ist dort zu rechnen.
- Informieren Sie sich regelmäßig in den nationalen (sozialen) und lokalen Medien.
- Leisten Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge.
- Meiden Sie grundsätzlich große Menschenansammlungen, Demonstrationen sowie die Armenviertel in Großstädten.
- Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden zu passieren, sondern weichen Sie aus oder warten Sie die Normalisierung der Lage ab.
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate in Peru und das Risiko, Opfer von Überfällen, Diebstählen oder Entführungen zu werden, sind insbesondere in den Elendsvierteln der Großstädte, im öffentlichen Nahverkehr, an Busbahnhöfen, in Einkaufsstraßen und auf Märkten hoch.
Besonders in den Regionen um Ica, Arequipa, Puno sowie zwischen Puerto Maldonado und Cusco gibt es vereinzelte nächtliche Überfälle auf Überlandbusse sowie sexuelle Übergriffe und Waffengewalt.
Auch auf den Strecken von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa wurden Überlandreisende überfallen.
Unweit der Stadt Iquitos (Region Loreto) kam es in den vergangenen Wochen zu zwei Entführungen von Ausflugsbooten, bei denen die Opfer erst nach Zahlung von Lösegeld freigelassen wurden.
In Lima kommt es besonders abends in der Innenstadt und in den auch von Touristen häufig besuchten Bezirken Miraflores und Barranco zu Diebstählen, ebenso auf Märkten und in Busbahnhöfen.
Beim Besuch von Bars und Diskotheken kann es zum Einsatz von K.-o.-Tropfen kommen.
Insbesondere in Lima, Arequipa und Cusco sind Taxifahrer gelegentlich in Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung involviert. Mit „Express-Entführungen“ werden Betroffene gezwungen, Bargeld am Geldautomaten abzuheben. Raubüberfälle erfolgten auch wiederholt während des Taxitransfers vom Flughafen Lima „Jorge Chavez“, der am Rande der Stadt in Callao liegt.
Touristen wurden des Öfteren gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Hierzu wurden diese oftmals längerfristig über das Internet angeworben mit dem Versuch, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.
- Seien Sie abends in der Innenstadt von Lima und in den Bezirken Miraflores und Barranco sowie in Menschenmengen immer besonders vorsichtig.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Führen Sie keine nächtlichen Bus- und Überlandfahrten durch.
- Organisieren Sie den Flughafentransfer nach Lima nur über die innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen lizensierten Taxi- und Busgesellschaften.
- Nutzen Sie nur Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen, nehmen Sie kein Taxi von der Straße.
- Seien Sie nachts möglichst nicht allein unterwegs und halten Sie sich immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen auf.
- Leisten Sie bei Überfällen keine Gegenwehr und provozieren Sie die Täter nicht.
- Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte wie Nachtwächter, Hotelsafe und Zimmertelefon.
- Lassen Sie Getränke nicht unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine Getränke von Unbekannten an.
- Tragen Sie bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper.
- Verzichten Sie auf das öffentliche Vorzeigen großer Geldbeträge oder wertvollen Schmucks und Uhren und bewahren Sie diese in Fahrzeugen außer Sichtweite auf.
- Rufen Sie im Notfall die „Policía de Turismo“ (Touristenpolizei) in Lima in der Calle General Vidal 230, Tel. +511 4601060, 4600849, 4600921.
- Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks, siehe auch Abschnitt Strafrecht.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter und insbesondere bei Lockangeboten (z.B. Angebote über das Internet, auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen) skeptisch und wenden Sie sich ggf. an die Polizei.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Geld/Kreditkarten
Quelle: Auswärtiges Amt
Landeswährung ist der Peruanische Sol (PEN). Die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit Debitkarte (Girocard) möglich. Mit Debitkarten des „V-Pay“-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Mit USD kann vielerorts direkt gezahlt werden.
Bei Problemen mit der Geldversorgung können die einschlägigen international operierenden Finanztransaktionsdienstleister in Anspruch genommen werden. EUR können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von EUR und gelegentlich auch USD in PEN problematisch.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Natur & Klima
Quelle: Auswärtiges Amt
Erdbeben
Peru liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, sodass es regelmäßig zu schwächeren Erdstößen und ggf. auch zu Erdbeben kommt.
Vulkanausbrüche
Die Vulkane Sabancaya und Ubinas im Süden des Landes sind weiterhin aktiv. Es kommt vor allem zum Ausstoß von Asche, im Umkreis des Vulkans Ubinas (Region Moquegua) werden ggf. Evakuierungen angeordnet. Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region gab es jedoch bisher nicht.
Überschwemmungen
Das Klima ist im östlichen Amazonasgebiet feuchttropisch; im Hochland herrscht tropisches Hochgebirgsklima. An der Küste ist es im Sommer heiß und im Winter kühl.
Insbesondere in der Regenzeit von Dezember bis März können starke Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Behinderungen und Gefährdungen im Reiseverkehr führen.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Halten Sie sich über die lokale Lage über die regionalen Büros der peruanischen Touristeninformation "iPeru" und die Medien informiert und beachten Sie Hinweise der staatlichen Behörde für Katastrophenschutz (INDECI).
- Informieren Sie sich bei der peruanischen Regierung bzw. Ihrem Reiseveranstalter/Hotel über die Situation auf den Überlandstraßen (jahreszeitlich kann es zu Erdrutschen kommen). Planen Sie hinreichend Zeit ein und machen Sie ggf. alternative Reisepläne.
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gut zu wissen:

Der Huascarán ist offiziell 6.768 bis 6.778 m hoch — doch vom Erdmittelpunkt aus gemessen ist er der höchste Punkt der gesamten Tropen weltweit. Der Grund liegt in der Form der Erde selbst: Der Äquatorbereich wölbt sich durch die Abflachung an den Polen leicht nach außen. Wer den Huascarán besteigt, steht also — physikalisch betrachtet — weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als auf jedem anderen Gipfel der Tropen. Ein Fakt, der die klassische Höhenmessung auf unerwartete Weise relativiert.

Reisen in Peru

Reisegebiete in Peru

Bekannte Ziele und Gipfel in Peru

Gipfel 5.530 m

Ishinca

Der Ishinca erhebt sich auf 5.530 m in der Cordillera Blanca nordöstlich von Huaraz. Der technisch wenig schwierige Fünftausender gilt als idealer Akklimatisierungsgipfel für angehende Höhenbergsteiger. Vom Gipfel reicht der Blick zu den vergletscherten Gipfeln Tocllaraju und Ranrapalca.

Gipfel 6.034 m

Tocllaraju

Der Nevado Tocllaraju erhebt sich auf 6.034 m im Huascarán-Nationalpark der peruanischen Cordillera Blanca. Der stark vergletscherte Gipfel gilt trotz seiner Höhe als einer der meistbestiegenen Berge der tropischen Gebirgskette. Die Erstbesteigung gelang 1939 Walther Brecht und Hans Schweizer über den Nordwestgrat.

Sonstige

Carhuacocha

Carhuacocha liegt auf 4.140 m in der peruanischen Cordillera Huayhuash. Der Gletschersee bietet spektakuläre Ausblicke auf die Sechstausender Yerupajá und Siulá Grande. Das klare Bergwasser dient als wichtige Wasserquelle für die umliegenden Dörfer.

Sonstige

Huaraz

Huaraz liegt auf 3.090 m in der Cordillera Blanca und bildet das zentrale Basecamp für Trekking und Expeditionen in den peruanischen Anden. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für das Huayhuash Trekking und Expeditionen zu Sechstausendern wie Alpamayo und Huascarán.

Gipfel 6.036 m

Quitaraju

Der Quitaraju erhebt sich auf 6.036 m im Norden der peruanischen Cordillera Blanca. Der Berg liegt in einem westlich abzweigenden Seitenkamm mit Gletschern zur Nord- und Südflanke. Nordöstlich erhebt sich der benachbarte Alpamayo.

Gipfel 5.947 m

Alpamayo

Der Alpamayo ist ein 5.947 m hoher Gipfel in der peruanischen Cordillera Blanca. Wegen seiner perfekten Eispyramide gilt er als einer der schönsten Berge der Welt. Der Normalweg führt über die technisch anspruchsvolle Ferrari-Route durch Eisrinnen bis 70° Neigung.

Sattel 4.420 m

Santa Cruz Trek

Der Santa Cruz Trek führt auf 4.420 m durch die Cordillera Blanca im Huascarán-Nationalpark. Die Route verbindet das Santa Cruz Tal mit den Basislägern der vergletscherten Sechstausender. Der Trek gilt als klassische Akklimatisierungsroute für Expeditionen zu Alpamayo und Huascarán.

See 4.450 m

Laguna Churup

Die Laguna Churup liegt auf 4.450 m in der peruanischen Cordillera Blanca im Huascarán-Nationalpark. Der glaziale Bergsee bietet direkten Blick auf die Westwand des Nevado Churup und dient als beliebtes Akklimatisationsziel für Expeditionen.

See 3.886 m

Laguna Jatuncocha

Die Laguna Jatuncocha liegt auf 3.886 m in der Cordillera Blanca zwischen den Gipfeln Quitaraju und Caraz. Der Name stammt aus dem Quechua und bedeutet "Großer See". Die Lagune wird vom Santa Cruz Creek durchflossen, einem Zufluss des Río Santa.

Archäologische Stätte

Moray

Moray ist ein archäologisches Inkagelände im Valle Sagrado de los Incas auf 3.500 m Höhe. Die kreisförmigen Terrassen dienten als landwirtschaftliche Versuchsanlage zur Simulation verschiedener Höhenstufen. Bis zu 20 verschiedene Mikroklimate ermöglichten den Anbau unterschiedlicher Kulturen.

Gipfel 6.344 m

Siula Grande

Der Siula Grande erhebt sich auf 6.344 m in der Cordillera Huayhuash im peruanischen Hochland. Der Gipfel wurde durch Joe Simpsons Buch 'Touching the Void' weltberühmt. Die Erstbesteigung erfolgte 1936 über den Nordgrat durch ein deutsches Team.

Gipfel 6.635 m

Yerupajá

Der Yerupajá erhebt sich auf 6.635 m als höchster Gipfel der Cordillera Huayhuash im peruanischen Andenhochgebirge. Mit seiner markanten Westflanke gilt er als zweithöchster Berg Perus nach dem Huascarán. Die imposanten Ostwände bieten spektakuläre Sonnenaufgänge während des Huayhuash-Trekkings.

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Häufig gestellte Fragen zum Reiseland Peru

Brauchen EU-Bürger ein Visum für Peru?

Für die Einreise nach Peru ist für EU-Bürger kein Visum erforderlich. Da detaillierte Einreisebestimmungen wie Passgültigkeitsdauer und maximale Aufenthaltsdauer in den vorliegenden Quellen nicht vollständig dokumentiert sind, empfehlen wir, aktuelle Informationen direkt beim peruanischen Konsulat zu erfragen. Bitte prüfe außerdem die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes vor Abreise.

Wann ist die beste Reisezeit für Touren in Peru?

Die beste Reisezeit für Bergtouren und Trekkingabenteuer in Peru ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. In diesem Zeitraum sind die Wetterbedingungen in der Sierra stabil, die Sicht auf die Gipfel ist klar und die Trekkingrouten gut begehbar. Monate außerhalb dieser Saison, insbesondere Dezember bis März, sollten für Hochgebirgsrouten gemieden werden.

Was bedeutet die Regenzeit für Trekkingtouren in Peru?

Die Regenzeit in Peru dauert von Dezember bis März und betrifft vor allem die Hochlagen der Sierra. In dieser Zeit können Trekkingrouten unpassierbar werden, die Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr steigt erheblich und manche Routen werden vollständig gesperrt. Ausnahmen bilden der Amazonas-Regenwald sowie die Küstenregion, die weitgehend unbeeinträchtigt bleiben. Wer dennoch in der frühen Regenzeit reist, sollte wasserdichte Ausrüstung und Gamaschen für schlammige Wege einpacken.

Wie sicher ist Peru für Bergtouristen?

Die touristische Sicherheitslage in Peru ist regional sehr unterschiedlich. Hauptziele wie Cusco oder die Inca Trail Region gelten grundsätzlich als sicher, allerdings sollte man Kleinkriminalität und Taschendiebstahl in Lima und anderen Touristenzentren im Blick behalten. Seit 2022 kommt es vermehrt zu politischen Unruhen und Demonstrationen, weshalb eine regelmäßige Prüfung der Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vor und während der Reise dringend empfohlen wird. In der Regenzeit besteht zusätzlich Gefahr durch Erdrutsche und Überschwemmungen.

Wie hoch ist das Höhenkrankheitsrisiko bei Touren in Peru?

Das Risiko der Höhenkrankheit, auf Spanisch Soroche genannt, ist in Peru erheblich, da bereits Cusco auf über 3.400 m liegt und viele Routen deutlich höhere Lagen erreichen. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Erschöpfung; in schweren Fällen kann es zu lebensbedrohlichen Höhenlungen- oder Höhenhirnödemen kommen. Die beste Prävention ist eine langsame Akklimatisierung mit 1-2 Ruhetagen in Cusco, einem täglichen Höhengewinn von maximal 300-500 m über 3.000 m sowie ausreichend Flüssigkeit und Alkoholverzicht. Das Medikament Acetazolamid (Diamox) kann nach ärztlicher Beratung prophylaktisch eingenommen werden. Bei schweren Symptomen ist sofortiger Abstieg und das Aufsuchen medizinischer Hilfe zwingend erforderlich.

Welche Währung gilt in Peru und wie kommt man an Bargeld?

Die offizielle Währung in Peru ist der Peruanische Sol (PEN). In Lima und touristischen Zentren wie Cusco und Arequipa gibt es gut ausgebaute Geldautomaten-Infrastruktur; auf Trekkingrouten und abseits der Touristenzentren ist die Bargeldversorgung hingegen sehr eingeschränkt oder nicht vorhanden. Es empfiehlt sich daher, vor Tourenantritt ausreichend Sol abzuheben. Wechseln kann man in Lima (Flughafen oder Wechselstuben im Stadtzentrum) sowie in Cusco, vorzugsweise in Banken oder offiziellen Wechselstuben. Trinkgelder für Guides und Träger werden in Sol erwartet.

Welche Ausrüstung sollte ich für eine Bergtour in Peru mitbringen?

Für Touren in Peru sind feste Bergstiefel, ein Regenponcho und eine wasserdichte Jacke unverzichtbar. Da der UV-Index in den Hochlagen extrem hoch ist, gehören Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine UV-Schutzbrille unbedingt ins Gepäck. Für Nächte über 4.000 m empfiehlt sich eine warme Daunenjacke, da selbst in der Trockenzeit Frostnächte möglich sind. Ein Erste-Hilfe-Set mit Höhenkrankheitsmitteln sowie ausreichend Bargeld in Sol für abgelegene Regionen runden die Grundausstattung ab.

Wie fit muss ich für Trekkingtouren in Peru sein?

Die körperlichen Anforderungen variieren je nach Route erheblich: Der klassische Inca Trail gilt als moderat, während Hochgipfel wie der Huascarán eine sehr gute Kondition und umfangreiche Höhenerfahrung voraussetzen. Trekkingtage dauern in der Regel 5-8 Stunden, und typische Touren erstrecken sich über 4-14 Tage. Eine gute Grundkondition sowie eine nachgewiesene Höhentoleranz werden für alle Routen empfohlen, da Peru bereits in den beliebtesten Wandergebieten große Höhen erreicht. Akklimatisierungstage, insbesondere in Cusco, sind ein fester Bestandteil jeder seriösen Tourplanung.

Benachbarte Länder

Bolivien Chile Ecuador