Die Karawanken und das Bachergebirge erstrecken sich grenzüberschreitend zwischen Österreich und Slowenien und bilden geologisch eine außergewöhnliche Region – während die Karawanken zu den Südlichen Kalkalpen gehören, zählen Bachergebirge und Strojna zu den Zentralalpen. Diese geologische Heterogenität macht das Gebiet zu einem einzigartigen Studienfeld für Alpinisten und Geologen gleichermaßen. Die Gründung des Gaus Karawanken 1904 durch Ludwig Jahne markierte den Beginn der systematischen alpinistischen Erschließung.
Von der moderaten Bergwanderung bis zur anspruchsvollen Alpenüberquerung reicht das Spektrum zwischen Gail und Drau. Das Gebiet von 842 bis 2.145 m Höhe wird durch den Karawanken UNESCO Global Geopark geschützt, der über 500 Millionen Jahre Erdgeschichte präsentiert. Besonders die grenzüberschreitende Lage ermöglicht kulturelle Begegnungen zwischen österreichischer und slowenischer Bergsteigertradition.
Der Name Karawanken leitet sich vom keltischen Wort 'Karv' für Hirsch ab und unterstreicht die jahrtausendealte Besiedlung dieser Region. Über 340 Jahre Bergbautradition haben das Gebiet geprägt – bis 1874 wurden 19 Millionen Tonnen Erz aus über 1.000 Kilometer Stollen gewonnen. Die Klagenfurter Hütte auf 1.664 m wurde bereits 1906 als erste große Schutzhütte der Region eröffnet.