Das Langtang- und Jugal-Gebirge in der zentralen Himalaya-Region Nepals bildet eine der vielfältigsten Hochgebirgsregionen zwischen 1.000 und 7.245 m Höhe — von tropischen Wäldern bis zu vergletscherten Siebentausendern auf engstem Raum. Der Langtang-Nationalpark, 1976 als Nepals erster Himalaya-Nationalpark gegründet, schützt diese einzigartige Höhenstaffelung mit 14 Vegetationstypen vom Regenwald bis zum ewigen Eis. Britische Pioniere wie H.W. Tilman erkundeten das Gebiet ab 1949, japanische Expeditionen eroberten die Hauptgipfel.
Das Spektrum reicht von Trekkingrouten durch das hauptsächliche Langtang-Tal bis zu technischen Expeditionen auf Langtang Lirung (7.245 m) und die markante Dorje Lakpa-Kette. Über 4.300 m Höhe dominieren alpine Bedingungen mit dem heiligen Gosainkunda-See als Höhepunkt vieler Trekkings. Die Region verbindet kulturelle Vielfalt mit 26 Dorfgemeinschaften und hochalpiner Bergsteigerei.
Im Norden grenzt der Park direkt an das tibetische Qomolangma National Nature Preserve — eine grenzüberschreitende Wildnis ohne Straßenzugang. Das kontinentale Himalaya-Klima prägt extreme Temperaturschwankungen zwischen den Höhenstufen, während der Sommermonsun von Juni bis September die Hauptniederschläge bringt.