Stützpunkt an der Zufallspitze
Die Zufallhütte thront auf 2.265 m Höhe im hinteren Martelltal und bildet einen zentralen Ausgangspunkt für Touren im Ortlergebiet. Eingebettet zwischen den vergletscherten Dreitausendern des Cevedale-Massivs und den schroffen Gipfeln der Laaser Berge, öffnet sich von der Sonnenterrasse ein beeindruckender Blick auf die hochalpine Gletscherwelt Südtirols.
Das historische Rifugio Nino Corsi – so der italienische Name der Schutzhütte – liegt strategisch günstig am Schnittpunkt wichtiger Übergänge im Nationalpark Stilfserjoch. Vom Parkplatz am Talschluss des Martelltals erreichen Bergsteiger die Hütte in nur 40 Minuten über einen gut ausgebauten Weg, wobei die kurze Gehzeit sie besonders attraktiv für Wochenendtouren und mehrtägige Unternehmungen macht.
Übernachten auf der Zufallhütte
Die von Familie Müller bewirtschaftete Berghütte bietet gemütliche Schlafplätze in verschiedenen Lagern, während nach anstrengenden Touren auf Cevedale oder Zufallspitze die hauseigene Blockhaus-Sauna zur Entspannung einlädt – eine Besonderheit, die man in dieser Höhe selten findet. Die Sonnenterrasse mit Blick auf die umliegenden Gletscher erfreut sich bei Skitourengehern und Wanderern großer Beliebtheit.
Zustieg zur Zufallhütte
Der Hauptzustieg erfolgt vom Parkplatz am Ende der Martelltal-Straße oberhalb von Martell, wo in etwa 40 Minuten der breite Wanderweg mit moderaten 300 Höhenmetern zur Schutzhütte führt. Alternative Zustiege bestehen über die hochgelegene Marteller Hütte (2.585 m) oder die Casati-Hütte (3.254 m) – beide Übergänge erfordern jedoch Gletschererfahrung und entsprechende Ausrüstung.
Gut zu wissen:
Die Zufallhütte verfügt über guten Handyempfang, was die Tourenplanung vor Ort erleichtert, während Bargeld mitgebracht werden sollte, da keine Kartenzahlung möglich ist. Der Name der Hütte leitet sich von den nahegelegenen Wasserfällen der Plima ab, die früher als "Zufälle" bezeichnet wurden. Die 1882 erbaute Hütte dient heute als wichtiger Stützpunkt für Skitouren-Wochen am Cevedale, geführte Schneeschuhtouren und die klassische Alpenüberquerung von Meran zum Gardasee.