Stützpunkt im Zillertal
Die Plauener Hütte thront auf 2.363 m Höhe über dem türkisblauen Zillergründlsee in den Zillertaler Alpen. Als Stützpunkt am Zentralalpenweg verbindet die Berghütte das Krimmler Achental mit dem Südtiroler Ahrntal. Eingebettet zwischen vergletscherten Dreitausendern wie Reichenspitze und Wildgerlosspitze prägt die markante Lage den Charakter dieser traditionsreichen Schutzhütte.
Die Plauener Hütte dient als wichtiger Etappenpunkt für die mehrtägige Dreiländertour durch die Zillertaler Alpen. Von hier aus erschließen sich zahlreiche hochalpine Gipfelziele – die Reichenspitze mit ihren 3.303 m bildet dabei den höchsten erreichbaren Punkt. Der Aufstieg zur benachbarten Richterhütte führt über einen neu angelegten Klettersteig der Schwierigkeitsgrade B-C, der das frühere problematische Altschneefeld ersetzt.
Übernachten auf der Plauener Hütte
Die Berghütte bietet 71 Schlafplätze in verschiedenen Lagern und wurde seit ihrer Erbauung 1898/99 durch die DAV Sektion Plauen-Vogtland mehrfach erweitert – zuletzt 1985. Von der exponierten Lage genießen Gäste einen weitreichenden Ausblick auf den Zillergründlspeicher und die umliegende Gletscherwelt der Zillertaler Alpen.
Zustieg zur Plauener Hütte
Der Hauptzustieg erfolgt von Oberkrimml über Mayrhofen und Bärenbad zur Staumauer des Zillergründlspeichers in ca. 2 Stunden. Übergänge bestehen zur Richterhütte über die Gamsscharte (3 Stunden) sowie zum Krimmler Tauernhaus über die Zillerplattenscharte (6 Stunden). Vom Südtiroler Kasern im Ahrntal führt ein alternativer Übergang über das Heiliggeistjöchl in 4½ Stunden zur Hütte.
Gut zu wissen:
Die Plauener Hütte liegt strategisch günstig für Besteigungen mehrerer Dreitausender – neben der Reichenspitze locken die Richterspitze (3.054 m, 2 Stunden), die Zillerplattenspitze (3.147 m, 3½ Stunden) und die Wildgerlosspitze (3.280 m, 4 Stunden). Nach ihrer Einweihung am 19. Juli 1899 ist die Hütte seither ein fester Bestandteil des alpinen Wegenetzes in den Zillertaler Alpen.