Kathedrale in den chilenischen Anden
Die moderne Kathedrale entstand auf Initiative von Bischof Guido Beck de Ramberga, der 1948 den Sitz des apostolischen Vikariats der Araucanía von San José de la Mariquina nach Villarrica verlegte. Ursprünglich war sie der heiligen Theresia von Lisieux geweiht, später wurde das Patrozinium zum Heiligsten Herzen Jesu geändert.
Das künstlerische Herzstück bildet das monumentale Mosaik von Giulio di Girolamo im Altarraum. Das 8,70 mal 7,3 Meter große Werk stellt die Kreuzigung in Renaissance-Stil dar und integriert dabei lokale Elemente: Neben religiösen Ordensvertretern sind Mapuche-Familien, Kolonisten und charakteristische Landschaftselemente der Seenregion zu sehen. Das Mosaik verbindet christliche Symbolik mit der kulturellen Vielfalt der Araucanía und spiegelt die Evangelisierungsgeschichte der Region wider.