Das Altaigebirge erstreckt sich über vier Länder – Russland, Mongolei, China und Kasachstan – und bildet mit Gipfeln bis 4.506 m eines der wildesten Hochgebirgsreviere Zentralasiens. Praktisch ohne Infrastruktur und nur mit Genehmigungen begehbar, bietet diese UNESCO-Welterbe-Region ein Skitourenerlebnis fernab jeder Zivilisation. Die russischen Brüder Tronov eröffneten hier 1914 mit der Belukha-Erstbesteigung den organisierten Alpinismus – ihre Route gilt bis heute als Klassiker.
Skitouren führen durch eine Landschaft, die von Gebirgskämmen wie dem Abakan-Kamm und dem Shapshaly-Kamm geprägt ist. Das kontinentale Gebirgsklima beschert stabilen Pulverschnee von Dezember bis März, während die Abgeschiedenheit absolute Einsamkeit garantiert. Die Kombination aus technisch anspruchsvollen Abfahrten bis 40° und der logistischen Herausforderung macht jede Tour zum Expeditionscharakter.
Das Gebiet umfasst mit dem Altai-Naturreservat eines der größten Schutzgebiete Russlands. Über 20% der Fläche bestehen aus Felsen und Geröll, während das Reservat den Schneeleoparden und 200 endemische Arten schützt. Der Zugang erfolgt über Bishkek, von wo Expeditionen in diese praktisch unberührte Wildnis starten.