Die Hohen Tauern in den österreichischen Bundesländern Salzburg, Kärnten und Tirol bilden das geografische Zentrum der Ostalpen mit dem 3.798 m hohen Großglockner als höchstem Berg Österreichs. Hier befinden sich neben den Ötztaler Alpen die höchsten Gipfel Österreichs, während in der Hafnergruppe die östlichsten Dreitausender der Alpen liegen. Die Erstbesteigung des Großglockners am 28. Juli 1800 markierte den Beginn des Alpinismus in den Ostalpen – ein Meilenstein vergleichbar der Montblanc-Besteigung 1786 in den Westalpen.
Das Spektrum reicht von einfachen Bergwegen bis zu extremen Eisrouten – Hochtouren auf dutzende Dreitausender, anspruchsvolle Skitouren zwischen vergletscherten Gipfeln und Eisklettern an über 100 Wasserfällen. Die einzigartige Geologie aus Kristallingesteinen schafft sowohl senkrechte Felswände als auch sanfte Almböden, während der größte Gletscher der Ostalpen mit der Pasterze alpine Bedingungen bis in mittlere Höhenlagen bringt.
Der Nationalpark Hohe Tauern umfasst mit 1.836 km² den größten Schutzbereich der Alpen und beherbergt über 10.000 Tierarten. Die Eisgrenze zwischen 2.700 und 2.900 m ermöglicht Hochtouren von Juni bis September, während die nordwärts führenden Trogtäler mit ihren spektakulären Wasserfällen und Klammen ganzjährig zugänglich bleiben.