Die Berchtesgadener Alpen zwischen Bayern und Salzburg bilden eine der markantesten Kalkgebirgsgruppen der Ostalpen, dominiert vom Watzmann mit seiner 1.800 m hohen Watzmann-Ostwand – der höchsten Wand der Ostalpen. Höchster Berg der Berchtesgadener Alpen ist mit 2.941 m der Hochkönig auf der Salzburger Seite.
Dieses gewaltige Dolomit- und Dachsteinkalkgebirge erstreckt sich zwischen 470 m und 2.941 m und lockt seit dem 19. Jahrhundert Alpinisten aus aller Welt. Pioniere wie Hermann von Barth und der legendäre Kederbacher Johann Grill prägten hier die alpine Geschichte mit Erstbesteigungen, die als Meilensteine des Bergsteigens gelten.
Das Spektrum reicht von leichten Bergwegen bis zu anspruchsvollem Bergsteigen wie der berühmten Watzmann-Überschreitung. Moderaten Klettersteig (A-C) finden sich an Grünstein und Jenner, bis zu D-Passagen wie dem Königsjodler am Hochkönig. Felsklettern führt durch klassische alpine Touren wie die Watzmann-Ostwand oder die Blaueis-Umrahmung, aber auch durch sehr anspruchsvolle Klettereien bis zum X. Grad am Untersberg oder Hohen Göll. Skitouren erschließen von Januar bis März die verschneiten Gipfel. Das 100 km² große Steinerne Meer als ausgedehntester Gebirgsstock und der fjordartige Königssee zwischen Watzmann und Hagengebirge prägen die einzigartige Landschaft.
Die tiefgreifende Verkarstung schuf mit der Riesending-Schachthöhle die größte Höhle Deutschlands und das 44,5 km lange Kolkbläser-Monsterhöhle-System. Der Nationalpark Berchtesgaden schützt seit 1978 diesen alpinen Kernbereich, während 34 Berghütten von der Blaueishütte bis zum hochgelegenen Ingolstädter Haus als Stützpunkte dienen.