Die Kreuzeckgruppe in den Kärntner Hohen Tauern erstreckt sich zwischen Mölltal und Oberdrautal als eine der unbekanntesten Bergregionen der Ostalpen. Ohne berühmte Dreitausender und Gletscher blieb das Gebiet von Bergsteigern lange übersehen – was es heute zu einem echten Geheimtipp für Wanderer macht, die abseits der Touristenströme unterwegs sein wollen. Kenner bezeichnen die Region als "vergessenes Paradies" oder "Imperium der Stille".
Das Spektrum reicht von anspruchsvollen Bergwegen bis zum 50 km langen Kreuzeck-Höhenweg, der in fünf Etappen durch das gesamte Gebiet führt. Die Gipfel zwischen 2.500 und 2.784 m erfordern solide Bergerfahrung – schmale Pfade, ausgesetzte Passagen und felsige Abschnitte prägen den Charakter der Touren. Fünf Schutzhütten erschließen die abgelegenen Bereiche, alle nur zu Fuß erreichbar.
Die geologische Struktur aus Gneisen und Glimmerschiefern schafft typische Schieferberge mit griffigem Fels. Das 605 km² große, kaum besiedelte Gebiet konnte durch seine schwere Erreichbarkeit seinen ursprünglichen Charakter bewahren – keine Seilbahn oder Straße führt in Hüttennähe.