Gebiet

Vizentinische Alpen

🇮🇹

Die Vizentinischen Alpen in den Ostalpen bilden eine markante Gebirgsgruppe zwischen Trentino und den Provinzen Verona und Vicenza. Mit der Cima Dodici (2.336 m) als höchstem Gipfel erstreckt sich das Gebirge von der Norditalienischen Tiefebene bis zu den Dolomiten – geprägt von steilen Kalkwänden und tiefen Karstschluchten, die seit jeher Bergsteiger und Kletterer anziehen.

Das alpine Spektrum reicht von mittelschweren Bergwegen bis hin zu anspruchsvollen Kletterrouten in den charakteristischen Kalkfelsen. Die Region verbindet Bergwandern mit historischen Kriegspfaden – der E5 Fernwanderweg und der Sentiero della Pace führen durch das Herz der ehemaligen Alpenfront des Ersten Weltkriegs. Besonders das Pasubio-Massiv mit seinen markanten Felstürmen und die Piccole Dolomiti bieten vielfältiges Klettergelände.

Die Etsch markiert die westliche Grenze des Gebirges von Verona bis Trento, während das Mócheno-Tal und das Sugana-Tal weitere natürliche Grenzen bilden. Die strategische Lage zwischen Gardasee-Bergen und Dolomiten macht die Region zu einem wichtigen Bindeglied der Ostalpen – neun Berghütten und Hotels erschließen das Gebiet für mehrtägige Durchquerungen.

Bekannte Ziele im Gebiet
Passo Coe 1610m
Cima Palon 2232m
Dente Italiano 2220m
Dente Austriaco 2203m
Erbezzo

Land

Italien

Orte im Gebiet

Verona
Trento
Vicenza
Bassano del Grappa

Alpenüberquerungen in den südlichen Ostalpen

Bergwandern in den Vizentinischen Alpen

Das Pasubio-Massiv mit seinen markanten Felstürmen und die Piccole Dolomiti bieten mittelschwere Bergwege mit historischem Bezug zur Alpenfront des Ersten Weltkriegs. Der E5 Fernwanderweg und der Sentiero della Pace erschließen die Region von Trento nach Verona als mehrtägige Durchquerung. Kletterrouten in den charakteristischen Kalkfelsen ergänzen das alpine Spektrum von Mai bis Oktober.

Anreise & Logistik Vizentinische Alpen

Trento dient als zentraler Ausgangspunkt für Touren in die nördlichen Bereiche des Gebirges. Die Region ist über die Autobahn A4 und A22 gut erreichbar, mit Zufahrten aus dem Etschtal und von der Poebene. Riva del Garda am Gardasee bildet den westlichen Zugang zum Gebirge.

Saison in den Vizentinischen Alpen

Die Hauptsaison für Bergwandern und Klettern erstreckt sich von Mai bis Oktober bei eist stabilem meditteranem Wetter. Von Januar bis März bieten die höheren Lagen Möglichkeiten für Skitouren und Schneeschuhwanderungen.

Gut zu wissen:

Die Berge wurden nach der Stadt Vicenza benannt, die am östlichen Rand der Vizentinischen Alpen liegt. Der Name verbindet somit eine der bedeutendsten Städte Venetiens mit dem alpinen Hinterland – ein seltenes Beispiel für die direkte Namensgebung zwischen Tiefland und Hochgebirge in den Ostalpen.

Beste Reisezeit für die Vizentinischen Alpen

Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Bergtouren in den Vizentinischen Alpen

Häufige Fragen zu den Vizentinischen Alpen

Welche Etappen und Übernachtungsorte bietet der Friedensweg in den Vizentinischen Alpen?

Der Friedensweg nutzt Übernachtungsorte wie das Rifugio Campogrosso auf 1.457 m, das Rifugio Vincenzo Lancia auf 1.825 m und das Hotel Albergo Berna auf 1.120 m. Die 7-tägige Route führt durch die Vizentinischen Alpen und verbindet historische Kriegsschauplätze mit alpinen Wanderwegen. Weitere Stützpunkte sind das Restaurant & Pension La Stua und das Hotel Grizzly.

Wie lange dauert der Sentiero della Pace und wie viele Tagesetappen sind einzuplanen?

Der Sentiero della Pace dauert 7 Tage und ist als Etappentour konzipiert. Der Friedensweg führt von Trient nach Verona und verbindet historische Kriegsschauplätze des Ersten Weltkriegs mit alpinen Wanderwegen. Die Route nutzt bewirtschaftete Hütten und Hotels als Übernachtungsstützpunkte.

Welche Kondition und alpine Erfahrung brauche ich für Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen?

Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen erfordern mittlere Kondition und alpine Grunderfahrung. Der E5 Fernwanderweg von Trient nach Verona führt über Höhen bis 1.928 m an den Porte del Pasubio und verlangt Trittsicherheit in weglosem Gelände. Mehrtägige Hüttentouren setzen Erfahrung mit alpinen Wetterbedingungen voraus.

Wie komme ich von Trento zu den Startpunkten für Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen?

Trento dient als zentraler Startort für Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen. Die Stadt liegt am nördlichen Rand des Gebirges und bietet direkten Zugang zu den Wanderrouten des E5 Fernwanderwegs. Von hier aus erreicht man die ersten Etappenziele wie den Passo Coe auf 1.610 m.

Wann ist die beste Jahreszeit für Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen?

Die beste Zeit für Bergwanderungen in den Vizentinischen Alpen ist von Mai bis Oktober. In diesen Monaten sind die Höhenwege schneefrei und die Hütten geöffnet. Die Hauptsaison Juli und August bietet die stabilsten Wetterbedingungen für mehrtägige Touren wie den Friedensweg.

Kann ich den E5 Fernwanderweg von Trient nach Verona auch in Etappen gehen?

Der E5 Fernwanderweg von Trient nach Verona ist als 7-tägige Etappentour konzipiert und lässt sich problemlos in Teilabschnitten begehen. Die Route nutzt bewirtschaftete Hütten wie das Rifugio Campogrosso auf 1.457 m und Hotels als Stützpunkte. Einzelne Etappen können als Tagestouren von den Talorten aus unternommen werden.

Sind die Hütten am Friedensweg und E5 bewirtschaftet und muss ich vorher reservieren?

Die Hütten am Friedensweg sind bewirtschaftet, darunter das Rifugio Gen. Achille Papa auf 1.921 m und das Rifugio La Stua am Passo Coe auf 1.610 m. Hotels wie das Hotel Grizzly auf 1.460 m ergänzen das Übernachtungsangebot entlang der Route. Eine Vorabreservierung ist während der Hauptsaison empfehlenswert.

Bekannte Ziele in den Vizentinischen Alpen

Sattel 1.610 m

Passo Coe

Der Passo Coe liegt auf 1.610 m in den Vizentinischen Alpen und verbindet Tonezza del Cimone mit Folgaria. Der Pass dient als wichtiger Übergang zwischen der Val d'Astico und dem Altopiano di Folgaria.

Gipfel 2.232 m

Cima Palon

Die Cima Palon erhebt sich mit 2.232 m als höchster Gipfel des Pasubio-Massivs in den Vizentinischen Alpen. Der Berg war im Ersten Weltkrieg strategisch wichtiger Stützpunkt des italienischen Heeres. Vom Gipfel reicht der Blick über die gesamten Ostalpen.

Gipfel 2.220 m

Dente Italiano

Der Dente Italiano erhebt sich auf 2.220 m im Pasubio-Massiv der Vizentinischen Alpen. Die Erhebung bildete im Ersten Weltkrieg die italienische Frontlinie gegenüber dem benachbarten Dente Austriaco. Heute zeugen noch immer Stollen und Befestigungsanlagen von der bewegten Kriegsvergangenheit.

Gipfel 2.203 m

Dente Austriaco

Der Dente Austriaco erhebt sich auf 2.203 m am Hauptkamm des Pasubio-Massivs in den Vizentinischen Alpen. Der Gipfel bildete von 1916 bis 1918 die vorderste österreichisch-ungarische Frontlinie im Ersten Weltkrieg. Zahlreiche Gedenkplatten und unterirdische Stollenanlagen zeugen von den erbitterten Kämpfen.

Dorf

Erbezzo

Erbezzo ist ein kleines Bergdorf in der Provinz Verona mit 785 Einwohnern. Das Dorf liegt in der hügeligen Landschaft der Vizentinischen Alpen zwischen Wald und Wiesen. Es dient als Etappenort am E5-Fernwanderweg zwischen Trient und Verona.

Gipfel 2.259 m

Cima Carega

Die Cima Carega erhebt sich auf 2.259 m als höchster Gipfel der Piccole Dolomiti in den Vizentinischen Alpen. Der Berg liegt vollständig in der Provinz Trient und bietet mit seiner Prominenz von 1.185 m eine außergewöhnliche Fernsicht über das gesamte Trentino bis zu den Gletschern der Westalpen.

Dorf

Giazza

Giazza liegt am Zusammenfluss der Bäche Revolto und Fraselle in den Vizentinischen Alpen. Das Bergdorf ist die letzte Gemeinde, in der noch die cimbrische Sprache gesprochen wird. Die germanische Mundart geht auf mittelalterliche Siedler aus Bayern und Tirol zurück.

Gipfel 1.852 m

Monte Maggio

Der Monte Maggio erhebt sich auf 1.853 m in den Vizentinischen Alpen an der Grenze zwischen Trentino und Venetien. Der markante Gipfel mit großer Metallkreuz war während des Ersten Weltkriegs heftig umkämpft. Vom Gipfel reicht der Blick über Ortlergruppe, Ötztaler und Zillertaler Alpen bis zu den Dolomiten.

Bildstock

Cristo Redentore

Die Christusstatue Cristo Redentore thront auf dem Monte Arzola im Gran Paradiso Nationalpark. Mit weit ausgebreiteten Armen überblickt der Erlöser die weite Poebene. Die Statue markiert einen Wegpunkt auf der Grande Traversata delle Alpi.

Höhle

Angelo

Die Angelo-Höhle liegt im Rio-Popena-Tal der Vizentinischen Alpen. Die Höhle befindet sich nahe dem Corno di Angelo auf rund 2.400 m Höhe. Das Gebiet gilt als entspannte Alternative zur bekannten Cristalloscharte.

Dorf

Canale

Canale ist eine Fraktion der Gemeinde Pergine Valsugana im Trentino mit 893 Einwohnern. Das mittelalterliche Dorf liegt am Merdar-Bach nahe dem Susà-Schwemmkegel. Der historische Ortskern aus dem 19. Jahrhundert gruppiert sich um die Piazza della Fontana.

Archäologische Stätte

Teatro Romano

Das Teatro Romano stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. und liegt am Fuß des Colle San Pietro am linken Adige-Ufer. Es zählt zu den besterhaltenen antiken Theatern Norditaliens und beherbergt heute ein archäologisches Museum.

Gebiete in der Nähe der Vizentinischen Alpen

Berghütten in den Vizentinischen Alpen

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