Die Vizentinischen Alpen in den Ostalpen bilden eine markante Gebirgsgruppe zwischen Trentino und den Provinzen Verona und Vicenza. Mit der Cima Dodici (2.336 m) als höchstem Gipfel erstreckt sich das Gebirge von der Norditalienischen Tiefebene bis zu den Dolomiten – geprägt von steilen Kalkwänden und tiefen Karstschluchten, die seit jeher Bergsteiger und Kletterer anziehen.
Das alpine Spektrum reicht von mittelschweren Bergwegen bis hin zu anspruchsvollen Kletterrouten in den charakteristischen Kalkfelsen. Die Region verbindet Bergwandern mit historischen Kriegspfaden – der E5 Fernwanderweg und der Sentiero della Pace führen durch das Herz der ehemaligen Alpenfront des Ersten Weltkriegs. Besonders das Pasubio-Massiv mit seinen markanten Felstürmen und die Piccole Dolomiti bieten vielfältiges Klettergelände.
Die Etsch markiert die westliche Grenze des Gebirges von Verona bis Trento, während das Mócheno-Tal und das Sugana-Tal weitere natürliche Grenzen bilden. Die strategische Lage zwischen Gardasee-Bergen und Dolomiten macht die Region zu einem wichtigen Bindeglied der Ostalpen – neun Berghütten und Hotels erschließen das Gebiet für mehrtägige Durchquerungen.