Die Lechtaler Alpen in Westösterreich erstrecken sich zwischen Tirol und Vorarlberg und bilden eine der geologisch vielfältigsten Gebirgsgruppen der Nördlichen Kalkalpen. Mit der 3.036 m hohen Parseierspitze als höchstem Gipfel und ihrer späten alpinistischen Erschließung – erst 1869 gelang Joseph Anton Specht die Erstbesteigung – gelten sie als eines der ursprünglichsten Hochgebirgsreviere der Ostalpen.
Das Spektrum reicht von leichten Bergwegen bis zu schwierigen alpinen Steigen mit Hüttenübernachtungen sowie von moderaten Skitouren bis zu mittelschweren Abfahrten mit bis zu 35° Hangneigung. Der Lechtaler Höhenweg verbindet als einer der anspruchsvollsten Höhenwege Österreichs die wichtigsten Gipfel zwischen Arlberg und Zugspitze, während im Winter das Lechtal klassische Skitouren in unberührter Bergwelt bietet.
Der Naturpark Tiroler Lech schützt seit 2004 eine 62 km lange Wildflusslandschaft von Steeg bis zur deutschen Grenze und beherbergt seltene Arten wie die Deutsche Tamariske und massenhaft blühenden Frauenschuh. Das brüchige Hauptdolomit-Gestein prägt den Charakter der oft schroffen Felswände und erfordert entsprechende Vorsicht bei Steinschlaggefahr.