Gebiet

Ammergauer Alpen

🇦🇹 🇩🇪

Die Ammergauer Alpen erstrecken sich zwischen Füssen und Garmisch-Partenkirchen als nördlichste Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen. Das Dolomitgebirge mit dem 2.340 m hohen Daniel gilt als eines der naturnahesten und am wenigsten erschlossenen Gebiete der bayerischen Alpen – weite Bereiche sind völlig hüttenfrei und nur von wenigen Bergpfaden durchzogen. Die Region war jahrhundertelang königliches Jagdgebiet, was die außergewöhnlich geringe Almwirtschaft und den Wildnischarakter bis heute prägt.

Bergwanderer finden hier ein Spektrum von leichten Talwanderungen bis zu mittelschweren Bergpfaden mit Hüttenübernachtung. Die Dolomitgipfel bieten solide Kletterei, während die Flyschberge am Nordrand wie das Hörnle mit ihren bewaldeten Kuppen Mittelgebirgscharakter zeigen. Besonders reizvoll sind die fjordartigen Seen Plansee und Heiterwanger See sowie die gewaltigen Schuttströme aus Dolomitgries, die ganze Täler verschütten.

Das 288 km² große Naturschutzgebiet Ammergebirge schützt Bayerns größtes zusammenhängendes Wildnisgebiet. Die ständige Bewegung des Dolomitschutts ermöglicht seltenen Pflanzen wie der Spirke das Überleben – südalpine Arten wie das Eisglöckchen haben hier ihre einzigen Vorkommen in den Nordalpen.

Bekannte Ziele im Gebiet
Laubeneck 1758m
Tegelbergbahn
Krähe 2010m
Oberammergau
Feigenkopf 1866m

Land

Österreich
Deutschland

Orte im Gebiet

Halblech
Schwangau

Bergwandern im naturnahen bayerischen Voralpenland

Bergwandern in den Ammergauer Alpen

Die Ammergauer Alpen bieten Bergwanderwege von leichten Talspaziergängen bis zu mittelschweren Bergpfaden mit Bergwandererfahrung. Der zentrale und südliche Bereich ist völlig hüttenfrei und erschließt sich nur über Tageswanderungen. Die Dolomitgipfel wie Daniel und Kreuzspitze verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, während die Flyschberge am Nordrand gemäßigtere Anstiege bieten. Besondere Erlebnisse sind die Wanderungen durch die Griese – gewaltige Schuttströme aus Dolomit, die eine einzigartige Hochgebirgslandschaft geschaffen haben.

Anreise & Logistik Ammergauer Alpen

Der Bahnhof Füssen dient als Hauptzugang zu den nördlichen Ammergauer Alpen. Halblech und Schwangau sind zentrale Ausgangsorte für Wanderungen. Die Erschließung mit Bergbahnen ist bewusst gering – nur Tegelbergbahn und Laber Bergbahn am Nordrand. Der Kenzenbus bringt Wanderer zur privaten Kenzenhütte, ansonsten erfolgt die Erschließung zu Fuß. Das Zwischentoren-Tal verbindet das Ehrwalder Becken mit dem Reuttener Talkessel.

Saison in den Ammergauer Alpen

Von Mai bis Oktober sind die Bergwege schneefrei und gut begehbar. Die Sommermonate Juni bis August bieten die stabilsten Bedingungen bei Temperaturen bis 24 Grad, sind aber auch die regenreichsten mit bis zu 175 mm Niederschlag. Skitouren sind von Januar bis März möglich, wobei die Schneefallgrenze zwischen 2.300 und 2.700 m liegt. Winter und Frühjahr zeigen die Ammergauer Alpen in besonders ursprünglicher Wildnis.

Gut zu wissen:

Die Ammergauer Alpen waren jahrhundertelang königliches Jagdgebiet – das erklärt die ungewöhnlich geringe Zahl von Wiesen und Almen im Vergleich zu benachbarten Gebirgsgruppen. Während andere Alpentäler intensiv bewirtschaftet wurden, blieb das Ammergebirge weitgehend der Natur überlassen. Heute profitiert das größte Naturschutzgebiet Bayerns von dieser historischen Zurückhaltung.

Beste Reisezeit für die Ammergauer Alpen

Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Bergtouren in den Ammergauer Alpen

Häufige Fragen zu den Ammergauer Alpen

Welche Hütten in den Ammergauer Alpen bieten sich als Stützpunkte für mehrtägige Bergwanderungen an?

Die Brunnenkopfhütte auf 1.602 Metern, das Tegelberghaus auf 1.707 Metern und die Kenzenhütte auf 1.300 Metern bieten sich als Stützpunkte an. Diese Berghütten ermöglichen mehrtägige Touren im ansonsten hüttenarmen zentralen Bereich der Ammergauer Alpen.

Wie komme ich mit der Bahn nach Füssen und von dort zu den Startpunkten in den Ammergauer Alpen?

Der Bahnhof Füssen ist der zentrale Anreisepunkt für die Ammergauer Alpen. Von dort erreicht man die Startpunkte in Schwangau und Halblech mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto.

Welche Kondition und Bergerfahrung brauche ich für Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen?

Die Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen erfordern einfache bis mittlere Kondition und grundlegende Bergerfahrung. Die Touren bewegen sich zwischen einfachen Tagestouren und anspruchsvolleren mehrtägigen Durchquerungen.

Wann ist die beste Zeit für Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen – und wann sollte ich mit Schnee rechnen?

Die Bergwandersaison in den Ammergauer Alpen dauert von Mai bis Oktober.

Wie schwindelfrei muss ich für Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen sein?

Die Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen erfordern mittlere Schwindelfreiheit entsprechend der technischen Anforderungen. Die Touren bewegen sich im Bereich einfacher bis anspruchsvoller Bergwanderungen ohne extreme Exponiertheit.

Gibt es Seilbahnen oder Sessellifte, um Zeit zu sparen oder Höhenmeter zu reduzieren?

In den nördlichen Randbereichen existieren die Tegelbergbahn und Laber Bergbahn sowie drei Sessellifte am Buchenberg, Vorderen Hörnle und Kolbensattel. Im zentralen und südlichen Bereich der Ammergauer Alpen fehlen Bergbahnen vollständig.

Muss ich meine Bergwanderung in den Ammergauer Alpen wegen Schafbeweidung oder Erosionsproblemen umplanen?

Am Friederspitz verursacht intensive Schafbeweidung Erosionsprobleme an alpinen Grashängen. Diese lokalen Beeinträchtigungen betreffen jedoch nur einzelne Bereiche und erfordern keine generelle Umplanung von Bergwanderungen in den Ammergauer Alpen.

Bekannte Ziele in den Ammergauer Alpen

Gipfel 1.758 m

Laubeneck

Das Laubeneck erhebt sich auf 1.758 m im Ammergauer Hauptkamm zwischen Hennenkopf und Teufelsstättkopf. Der Gipfel bietet trotz seiner moderaten Höhe eine außergewöhnliche Rundumsicht über die bayerischen Voralpen bis zu den Zillertaler Alpen. Nach Süden bricht der Berg mit senkrechten Felswänden ins Graswangtal ab.

Seilbahn

Tegelbergbahn

Die Tegelbergbahn bei Schwangau überwindet 892,5 Höhenmeter auf 2.146 m Länge. Sie erschließt das Tegelberghaus auf 1.707 m als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Ammergauer Alpen. Von den verglasten Gondeln bietet sich ein Blick auf Schloss Neuschwanstein.

Gipfel 2.010 m

Krähe

Die Krähe erhebt sich auf 2.010 m in den Ammergauer Alpen und liegt im Naturschutzgebiet Ammergebirge. Der Gipfel ist über eine steile aber einfache Bergwanderung vom Tegelberg oder der Kenzenhütte erreichbar.

Stadt

Oberammergau

Oberammergau liegt im Ammertal und ist weltbekannt für die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele. Der Ort fungiert als zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen in den Ammergauer Alpen und ist geprägt von Lüftlmalerei und jahrhundertealter Holzschnitzerei.

Gipfel 1.866 m

Feigenkopf

Der Feigenkopf erhebt sich auf 1.866 m als Teil eines grasigen Grates zwischen Grubenkopf und Großer Klammspitze. Der Gipfel markiert die Gemeindegrenze zwischen Halblech und dem Ettaler Forst. Einfachster Zugang führt über den Bäckenalmsattel.

Sattel 1.653 m

Ahornsattel

Der Ahornsattel liegt auf 1.653 m zwischen Ahornspitze und Straußberg in den Ammergauer Alpen. Der Sattel verbindet das Pöllattal mit den höheren Bereichen des Gebirges. Mehrere Wanderwege treffen hier zusammen und ermöglichen den Übergang zwischen verschiedenen Tälern.

Gipfel 1.924 m

Große Klammspitz

Die Große Klammspitze erhebt sich auf 1.924 m in den Ammergauer Alpen. Der Gipfel liegt an der deutsch-österreichischen Grenze und bildet einen markanten Punkt des Ammergauer Hauptkamms. Vom Gipfel reicht der Blick über das Alpenvorland bis München sowie zu den benachbarten Allgäuer Alpen.

Gipfel 1.768 m

Hennenkopf

Der Hennenkopf erhebt sich auf 1.768 m als höchste Erhebung des östlichen Klammspitzkamms in den Ammergauer Alpen. Der felsige Gipfel mit Kreuz liegt auf der Grenze zwischen Bayern und dem Ettaler Forst. Als Station des Ammergauer Hauptkamms bietet er weite Blicke über das Ammergebirge.

Gipfel 2.340 m

Daniel

Der Daniel erhebt sich auf 2.340 m als höchster Gipfel der Ammergauer Alpen im österreichischen Tirol. Mit seiner markanten 200 m hohen Nordwand und der benachbarten Upsspitze bildet er einen charakteristischen Doppelgipfel. Der Berg bietet eine exponierte Aussichtslage über das Wettersteingebirge.

Gipfel 1.933 m

Hoher Straußberg

Der Hohe Straußberg erhebt sich auf 1.933 m in den Ammergauer Alpen bei Schwangau. Der Berg liegt zwischen Tegelberg und Säuling im bayerischen Voralpenland. Als Station der Durchquerung der Ammergauer Alpen bietet er weite Blicke über das Allgäu.

Gipfel 1.989 m

Gabelschrofen

Der Gabelschrofen erhebt sich auf 1.989 m in den Ammergauer Alpen im Naturschutzgebiet Ammergebirge. Der Gipfel ist über eine Rinne vom Gabelschrofensattel als Kletterei der Schwierigkeit II zu erreichen.

See 814 m

Alpsee

Der 814 m hoch gelegene Alpsee liegt in Bayern im Landkreis Ostallgäu direkt am Fuße des Säulings. Der 88 Hektar große See gehört zur Gemeinde Schwangau und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Er gilt als einer der saubersten Seen Deutschlands.

Gebiete in der Nähe der Ammergauer Alpen

Berghütten in den Ammergauer Alpen

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