Das Rofangebirge in den österreichischen Ostalpen erhebt sich zwischen Achensee und Inntal als westlicher Teil der Brandenberger Alpen. Der Hochiss (2.299 m) dominiert die Kalksteingruppe, die auch als Sonnwendgebirge bekannt ist – ein Name, der auf die günstige Sonneneinstrahlung der nach Süden exponierten Hänge verweist. Die frühe Besiedlung seit dem 8. Jahrhundert zeigt, wie zugänglich diese Berge schon immer waren.
Das Spektrum reicht von leichten Schneeschuhwanderungen bis zu anspruchsvollen Klettersteigen am Kalkfels. Besonders Skitouren von Januar bis März nutzen die Höhenunterschiede von 1.700 Metern zwischen Tal und Gipfel – während unten bereits Frühling herrscht, bieten die Gipfelregionen noch perfekte Firn- und Pulverschneebedingungen. Die Erfurter Hütte auf 1.834 m dient als zentraler Stützpunkt für mehrtägige Unternehmungen.
Die Rofanseilbahn erschließt das Gebiet technisch, während Maurach am Achensee und der Bahnhof Jenbach die logistischen Zugangspunkte bilden. Das Klima zeigt typische inneralpine Inversionslagen – oft liegt im Tal Nebel, während oben klarer Sonnenschein herrscht.