Die Tuxer Alpen in Tirol bilden eine der drei Gebirgsgruppen, die unmittelbar die Ränder von Innsbruck prägen und erstrecken sich zwischen Unterinntal, Zillertal und Wipptal bis zum 2.886 m hohen Lizumer Reckner. Das Gebirge besteht größtenteils aus metamorphen Gesteinen des Innsbrucker-Quarzphyllit-Komplexes und bietet mit seiner Nähe zur Landeshauptstadt eine ideale Kombination aus hochalpinem Gelände und guter Erreichbarkeit. Hermann Buhl, einer der bedeutendsten Alpinisten des 20. Jahrhunderts, lernte das Klettern in diesen Bergen und legte hier den Grundstein für seine spätere Weltkarriere.
Das Spektrum reicht von Skitourenkursen für Einsteiger bis zu anspruchsvollen Splitboard-Touren – die Lizumer Hütte auf 2.019 m dient dabei als zentraler Ausbildungsstützpunkt. Die Glungezer Hütte auf 2.610 m ist die höchstgelegene ÖAV-Gipfelhütte Tirols und erschließt das hochalpine Gelände rund um Patscherkofel und Glungezer. Im Sommer bieten die Tuxer Alpen Bergwandern von Mai bis Oktober, während die Skisaison von Januar bis März reicht.
Die geologische Vielfalt prägt den Charakter der Region – von den quarzigen Phyllit-Schiefern im Hauptteil bis zu den Dolomiten und Kalken des südlichen Tarntaler Mesozoikums. Der Zirbenweg führt durch eine der ältesten Zirbenpopulationen Europas, und am Patscherkofel befindet sich der höchste botanische Garten Österreichs.