Gebiet

Rutor-Gruppe

🇫🇷 🇮🇹

Die Rutor-Gruppe in den Grajischen Alpen bildet ein vergletschertes Hochgebirge zwischen dem Mont-Blanc-Massiv und dem Gran Paradiso im italienischen Aostatal. Mit der Aiguille de la Grande Sassière (3.751 m) als höchstem Gipfel und dem größten Gletscher der Region Aostatal prägt das Gebiet weite Gletscherflächen und steile Rinnen – ideales Terrain für alpine Skitouren in allen Schwierigkeitsgraden. Die klassische Ski Transalp Gran Paradiso führt als eine der großen Skidurchquerungen der Westalpen von hier zum Gran Paradiso.

Das Spektrum konzentriert sich auf anspruchsvolle Skitouren mit ziemlich schwierigen Abfahrten bis 40° Hangneigung. Die Kombination aus vergletscherten Dreitausendern und dem kristallinen Grundgebirge schafft Bedingungen, die Skitourengeher aus ganz Europa anziehen. Das Gebiet dient als Bindeglied zwischen den drei großen Vergletscherungszentren der Grajischen Alpen.

Der Rutor-Gletscher als größter Gletscher der Region ermöglicht Hochtouren von Juni bis September, während das inneralpine Klima für schneesichere Skitourenbedingungen von Januar bis März sorgt. La Thuile und Valgrisenche im Aostatal dienen als zentrale Ausgangsorte, der Kleine Sankt Bernhard verbindet das Gebiet mit Frankreich.

Bekannte Ziele im Gebiet
Colle di Percià 3152m
Becca La Traversière 3337m
Tour Ronde 2583m
Colle San Carlo 1951m
Lago d'Arpy 2066m

Land

Frankreich
Italien

Orte im Gebiet

Tignes
Séez
Morgex
Val-d'Isère

Skidurchquerungen auf weiten Gletscherflächen der Grajischen Alpen

Skitouren in der Rutor-Gruppe

Anspruchsvolle Skitouren auf vergletscherten Dreitausendern prägen das Gebiet – ziemlich schwierige Abfahrten bis 40° Hangneigung fordern solide Skitechnik. Der Rutor-Gletscher als größter Gletscher der Region Aostatal bietet weitläufige Firnfelder, steile Rinnen führen zu den Gipfeln der Grande Sassière und Tsanteleina. Die klassische Ski Transalp Gran Paradiso verbindet die Rutor-Gruppe mit dem benachbarten Nationalpark. Gletscherspalten erfordern Hochtourenerfahrung und entsprechende Ausrüstung.

Anreise & Logistik Rutor-Gruppe

Das Aostatal bildet die Hauptzufahrt zur Rutor-Gruppe über Aosta und die A5 aus Richtung Mailand oder Genf. La Thuile und Valgrisenche dienen als zentrale Ausgangsorte mit Hotels und Pensionen. Der Kleine Sankt Bernhard Pass (2.188 m) verbindet das Gebiet mit Sainte-Foy-Tarentaise in Frankreich, bleibt aber im Winter oft gesperrt. Villeneuve am Talausgang des Valgrisenche liegt verkehrsgünstig an der Hauptstraße des Aostatals.

Saison in der Rutor-Gruppe

Skitouren sind von Januar bis März bei schneesicheren Bedingungen und stabilem inneralpinem Winterwetter möglich. Die Hochsaison liegt im Februar und März mit längeren Tagen und stabilem Firn. Hochtouren auf die vergletscherten Gipfel sind von Juni bis September durchführbar, Klettern und Bergwandern von Mai bis Oktober. Das inneralpine Klima bringt kalte Winter und kurze Sommer mit Vergletscherung ab 3.000 m Höhe.

Gut zu wissen:

La Thuile war einst ein bedeutender Bergbauort, bevor es zum Ausgangspunkt für Skitouren wurde. Der historische Kleine Sankt Bernhard diente bereits in der Antike als wichtiger Alpenübergang und verbindet heute noch das italienische Aostatal mit der französischen Tarentaise. Das Hotel Boule de Neige gilt seit Generationen als traditioneller Stützpunkt für Bergsteiger und Skitourengeher in der Region.

Beste Reisezeit für die Rutor-Gruppe

Skitouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Skitouren in der Rutor-Gruppe

Häufige Fragen zur Rutor-Gruppe

Welche alpine Erfahrung brauche ich für Skitouren in der Rutor-Gruppe?

Skitouren in der Rutor-Gruppe erfordern hohe alpine Erfahrung im vergletscherten Gelände. Die Touren führen über den Rutor-Gletscher und durch steile Rinnen, was sicheren Umgang mit Seil und Spaltenbergung voraussetzt.

Wie komme ich von Villeneuve zur Rutor-Gruppe?

Von Villeneuve führt die Anreise über das Valgrisenche-Tal zur Rutor-Gruppe. Das Tal entwässert über die Doire Baltée und bildet einen der beiden Hauptzugänge neben La Thuile.

Welche Hütten und Hotels dienen als Stützpunkte für Skitouren in der Rutor-Gruppe?

Das Hotel Boule de Neige auf 1.700 m dient als traditioneller Bergsteiger-Stützpunkt, ergänzt durch das Rifugio Mario Bezzi auf 2.284 m am Rutor-Gletscher. Weitere Stützpunkte sind das Hotel Perret am Beauregard-See im Valgrisenche und das Hotel Granta Parey im Gran Paradiso Nationalpark.

In welchen Monaten kann ich Skitouren in der Rutor-Gruppe durchführen?

Skitouren in der Rutor-Gruppe sind von Januar bis in den April hinein möglich. Das inneralpine Klima mit starken Schneefällen im Winter schafft ideale Bedingungen für alpine Skitouren auf den weiten Gletscherflächen.

Welche Gipfel kann ich bei Skitouren in der Rutor-Gruppe erreichen?

Die Aiguille de la Grande Sassière mit 3.751 m bildet den höchsten Gipfel, gefolgt von La Tsanteleina mit 3.601 m und der Testa del Rutor mit 3.486 m. Die Punta Calabre erreicht 3.440 m und komplettiert die Hauptgipfel der vergletscherten Gruppe.

Welche Nachbarregionen kann ich von der Rutor-Gruppe aus erreichen?

Der Kleine Sankt Bernhard auf 2.188 m verbindet die Rutor-Gruppe mit Sainte-Foy-Tarentaise in Frankreich. Südöstlich grenzt das Gebiet an den Gran Paradiso Nationalpark, während der Col de la Seigne auf 2.515 m Richtung Mont-Blanc-Massiv führt.

Wie viel Kondition brauche ich für 6-tägige Skitouren in der Rutor-Gruppe?

Die 6-tägige Ski Transalp Gran Paradiso erfordert sehr gute Kondition. Die Skidurchquerung führt durch vergletschertes Hochgebirge mit steilen Rinnen und verbindet die Grajischen Alpen zwischen Mont Blanc und Gran Paradiso.

Bekannte Ziele in der Rutor-Gruppe

Sattel 3.152 m

Colle di Percià

Der Colle di Percià liegt auf 3.152 m in der Rutor-Gruppe an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang bei Skidurchquerungen zwischen Mont Blanc und Gran Paradiso. Das abwechslungsreiche Gelände bietet ideale Bedingungen für anspruchsvolle Skitouren.

Gipfel 3.337 m

Becca La Traversière

Die Becca La Traversière erhebt sich als 3.337 m hoher Grenzgipfel zwischen Italien und Frankreich in der Rutor-Gruppe. Der pyramidenförmige Berg bildet den Knotenpunkt dreier Täler: Valgrisenche, Val di Rhêmes und Tarentaise. Zwei Gletscher umgeben die Flanken des markanten Dreitausenders.

Gipfel 2.583 m

Tour Ronde

Die Tour Ronde erhebt sich auf 3.792 m im Mont-Blanc-Massiv an der italienisch-französischen Grenze. Der Gipfel wird über den technischen Südostgrat in Blockkleterei II erreicht. Eine Madonna-Kapelle markiert den Gipfelbereich mit Ausblick auf den Peuterey-Grat.

Sattel 1.951 m

Colle San Carlo

Der Colle San Carlo liegt auf 1.951 m in den Grajischen Alpen nahe der französisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Aostatal mit der Region um La Thuile und gilt als eine der härtesten Radsportanstiege im Alpenraum.

See 2.066 m

Lago d'Arpy

Der Lago d'Arpy liegt auf 2.066 m im Vallone d'Arpy zwischen Mont Charvet und Becca Pouegnenta. Der Gletschersee entstand durch die Erosion eines eiszeitlichen Gletschers. Vom Colle San Carlo führt ein 45-minütiger Zustieg zum See.

Sattel 2.612 m

Colle del Nivolet

Der Colle del Nivolet liegt auf 2.612 m zwischen dem Piemont und dem Aostatal in den Grajischen Alpen. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen dem Orco-Tal und dem Valsavarenche innerhalb des Gran-Paradiso-Nationalparks. Eine Asphaltstraße führt von Ceresole Reale durch eine hochalpine Landschaft mit Bergseen zum Pass.

See 2.526 m

Laghi del Nivolet

Die Laghi del Nivolet liegen auf 2.526 m am gleichnamigen Pass in den Grajischen Alpen. Die Seengruppe befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso an der Grenze zwischen Valle dell'Orco und Valsavarenche. Der Pass ist nur von Süden über eine Bergstraße erreichbar.

Sonstige

La Thuile

La Thuile liegt im gleichnamigen Seitental des Aostatals an der Grenze zu Frankreich. Der Ort ist über den Kleinen Sankt Bernhard mit dem französischen La Rosière verbunden. Das Skigebiet Espace San Bernardo umfasst 160 km Pisten.

Dorf

Derby

Derby ist eine Fraktion der Gemeinde La Salle im Aostatal. Der Ort beherbergt eine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert und mehrere mittelalterliche Burgruinen. Eine neolithische Grabstätte zeugt von der jahrtausendealten Besiedlung.

Gipfel 3.387 m

Granta Parey

Die Granta Parey erhebt sich auf 3.387 m in den Grajischen Alpen nahe der französischen Grenze. Der aus hellem Kalkstein aufgebaute Gipfel gilt als Wahrzeichen der Val di Rhêmes. Die Erstbesteigung erfolgte 1863 über den Nordwestgrat.

See 2.278 m

Lago Serrù

Der Lago Serrù liegt auf 2.278 m im Piemont unweit des Colle del Nivolet. Der künstliche Stausee befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso. Ausgangspunkt für Hochtouren auf Grande Aiguille Rousse und weitere Dreitausender.

Seilbahn

Brévières

Brévières liegt auf 1.550 m als tiefster Punkt des Skigebiets Tignes in den französischen Alpen. Das traditionelle Bergdorf bildet den Ausgangspunkt für das weitläufige Espace Killy-Skigebiet. Eine Gondelbahn verbindet den Ort mit den höher gelegenen Teilen von Tignes.

Gebiete in der Nähe der Rutor-Gruppe

Berghütten in der Rutor-Gruppe

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