Die Gran-Paradiso-Gruppe im Aostatal bildet den östlichen Teil der Grajischen Alpen und ist Italiens erste alpine Nationalpark-Region. Mit dem 4.061 m hohen Gran Paradiso als einzigem italienischen Viertausender entwickelte sich das Gebiet seit der Erstbesteigung 1860 zu einem klassischen Trainingsrevier für anspruchsvollere Hochtouren.
Das alpine Spektrum reicht von anspruchsvollem Bergwandern auf der Grande Traversata delle Alpi über Hochtouren bis zu technischen Skitouren im Winter. Der Nationalpark ermöglicht Begegnungen mit 3.000 Alpensteinböcken und 9.000 Gämsen, die durch das seit 1922 geltende Jagdverbot geringe Fluchtdistanzen zeigen.
Die königliche Vergangenheit prägt das Gebiet bis heute – König Vittorio Emanuele II. rettete 1856 den Alpensteinbock vor dem Aussterben und ließ 300 Kilometer Saumpfade anlegen, die heute das Wegenetz des Nationalparks bilden. Das grenzüberschreitende Schutzgebiet mit dem französischen Vanoise-Nationalpark erstreckt sich von 800 bis 4.061 m Höhe.