Die Silvretta zwischen Österreich und der Schweiz bildet ein vergletschertes Hochgebirge, das mit dem 3.312 m hohen Piz Buin die höchsten Gipfel Vorarlbergs und Tirols vereint. Als "Blaue Silvretta" bekannt, bietet die Gebirgsgruppe ein einzigartiges alpines Terrain, bei dem die Mehrheit der Gipfel über 3.000 m liegt und von ausgedehnten Gletschern umgeben ist. Die Erstbesteigung des Piz Buin durch Josef Anton Specht 1865 markierte den Beginn der systematischen alpinistischen Erschließung dieser Region.
Das Spektrum reicht von moderaten Schneeschuhtouren bis zu anspruchsvollen Hochtouren auf vergletscherte Dreitausender – die Silvretta gilt als Paradies für Skitouren mit idealen Bedingungen von Januar bis März. Im Sommer ermöglichen Bergwandern, Klettern und klassische Hochtouren auf Gipfel wie Silvrettahorn und Dreiländerspitze ein vielseitiges alpines Programm bis zum extremen Niveau.
Die Silvretta-Hochalpenstraße auf 2.032 m verbindet Montafon und Paznaun und erschließt das vergletscherte Herz der Gruppe über Bielerhöhe. Elf Berghütten zwischen 1.848 m und 2.443 m – von der traditionsreichen Jamtalhütte bis zur hochgelegenen Wiesbadener Hütte – bilden ein dichtes Stützpunktnetz für mehrtägige Unternehmungen in diesem grenzüberschreitenden Hochgebirge.