Gebiet

Lechquellengebirge

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Das Lechquellengebirge in Vorarlberg bildet das Quellgebiet des Lechs zwischen Bregenzerwald und Lechtaler Alpen – eine Kalkgebirgslandschaft mit der außergewöhnlichen Besonderheit zweier Gletscher unter 2.700 m Höhe. Der außerordentliche Schneereichtum der Region ermöglicht diese ungewöhnlich tief gelegenen Eisfelder an Rote Wand und Braunarlspitze, während die Gipfelflur von der Unteren Wildgrubenspitze (2.753 m) gegen den Bregenzer Wald abfällt.

Das Spektrum reicht von mittelschweren Bergwanderungen bis zu anspruchsvollen Schneeschuhtouren – hier dominiert eine verkarstete Hochgebirgslandschaft mit der legendären Lechquellenrunde als mehrtägiger Hüttenklassiker. Die niedrige Waldgrenze um 1.700 m und die hufeisenförmige Wasserscheide um die Lechquellen prägen den alpinen Charakter dieser geologisch vielfältigen Region.

Trotz der relativ niedrigen Höhen herrscht hier außerordentlicher Schneereichtum – Nordlagen bleiben oft bis tief in den Juni hinein schneebedeckt. Fünf strategisch platzierte Alpenvereinshütten von der Biberacher Hütte bis zur hochgelegenen Göppinger Hütte auf 2.245 m erschließen die verkarsteten Kalkplateaus und schroffen Täler dieser schneereichen Gebirgsgruppe.

Bekannte Ziele im Gebiet
Lech 1444m
Stierlochjoch 2009m
Madlochjoch 2440m
Formaletsch 2292m
Gehrengrat 2439m

Land

Österreich

Orte im Gebiet

Bludenz
Nüziders
Ludesch
Bürs

Bergwandern und Schneeschuhtouren rund um die Lechquellen

Bergwandern & Schneeschuhtouren im Lechquellengebirge

Das Spektrum reicht von mittelschweren Bergwandererfahrungen auf der mehrtägigen Lechquellenrunde bis zu Schneeschuhwanderungen mit Lawinenausrüstung. Die charakteristischen Karst-Plateaus und die niedrige Baumgrenze bei 1.700 m prägen das Tourenerleben. Mautpflichtige Höhenstraßen ermöglichen den Zugang bis fast 2.000 m Höhe, was kurze Zustiege zu den Hochflächen ermöglicht.

Anreise & Logistik Lechquellengebirge

Lech am Arlberg und Stanzach dienen als zentrale Ausgangspunkte für Touren im Gebiet. Der nächste Bahnhof liegt in Langen am Arlberg mit Verbindung zur Arlbergbahn. Wichtige Passstraßen sind der Flexenpass, Hochtannbergpass und das Faschinajoch, die das Gebiet mit den Nachbarregionen verbinden.

Saison im Lechquellengebirge

Die außerordentliche Schneesicherheit prägt den Saisonverlauf entscheidend. Ski- und Schneeschuhtouren sind von November bis März möglich, während Bergwandern erst ab Mai sinnvoll wird – große Schneemengen bleiben bis Juni auf Nordhängen liegen. Der niederschlagsreiche Charakter führt zu weniger Besuchern im Sommer, bietet aber ideale Bedingungen für Winteraktivitäten.

Gut zu wissen:

Die Bezeichnung 'Lechquellengebirge' ist ein moderner Kunstbegriff, den der Vorarlberger Bergführer Walther Flaig erst Mitte des 20. Jahrhunderts prägte – zu einer Zeit, als die bergsteigerische Erschließung der Alpen bereits weitgehend abgeschlossen war. Früher wurde das Gebiet schlicht zu den Lechtaler Alpen gerechnet oder als Klostertaler Alpen bezeichnet.

Beste Reisezeit für das Lechquellengebirge

Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Schneeschuhtouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Bergtouren im Lechquellengebirge

Häufige Fragen zum Lechquellengebirge

Ist die Lechquellenrunde auch in 3 oder 4 Tagen machbar, oder sollte ich die volle 5-Tage-Version buchen?

Die Lechquellenrunde ist als 5-Tage-Wanderung konzipiert und führt durch das gesamte hufeisenförmige Gebirge um die Lechquellen. Eine Verkürzung auf 3-4 Tage ist durch die Lage der Hütten und die zu überwindenden Höhenmeter schwierig umsetzbar. Die Route verbindet die Freiburger Hütte auf 1.931 m mit der Ravensburger Hütte auf 1.948 m über hochalpines Gelände.

Wie schwierig ist die Lechquellenrunde wirklich – brauche ich alpine Erfahrung oder reicht normale Bergwander-Fitness?

Die Lechquellenrunde erfordert mittlere technische Anforderungen und gute Kondition für 5 Tage Bergwandern. Die Route führt durch verkarstete Landschaft mit Plateaus, wo bei nebligem Wetter die Orientierung schwierig werden kann. Alpine Grunderfahrung ist empfehlenswert, da die Waldgrenze bereits bei 1.700-1.800 m liegt und das Gelände hochalpin geprägt ist.

Welche Hütten liegen auf der Lechquellenrunde und kann ich diese einzeln buchen?

Auf der Lechquellenrunde stehen die Freiburger Hütte auf 1.931 m und die Ravensburger Hütte auf 1.948 m zur Verfügung. Diese Berghütten können einzeln gebucht werden und dienen als Stützpunkte für die mehrtägige Rundwanderung. Zusätzlich befinden sich die Biberacher Hütte auf 1.846 m und die Göppinger Hütte auf 2.245 m im Gebiet.

Wie komme ich mit der Bahn nach Lech am Arlberg, und wie lange dauert die Anreise ab München oder Zürich?

Der nächste Bahnhof ist Langen am Arlberg, von dort führt eine Busverbindung nach Lech am Arlberg. Die Arlbergbahn folgt dem Südrand des Lechquellengebirges und ermöglicht die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Sommer besteht von Lech ein Pendelbusverkehr an die Lechquellen.

Wie schneereich ist das Lechquellengebirge im Juni und Juli – kann ich in diesen Monaten noch auf Schnee treffen?

Das Lechquellengebirge ist außerordentlich schneereich und die Berge sind oft noch bis weit in den Hochsommer hinein schneebedeckt. Große Schneemengen können bis tief in den Juni hinein auf Nordhängen liegen bleiben. Die extremen Schneemengen ermöglichen sogar zwei kleine Gletscher unter 2.700 m Höhe - den Hochgletscher an der Braunarlspitze und den Gletscher an der Roten Wand.

Wie schwindelfrei muss ich für Bergwanderungen im Lechquellengebirge sein – gibt es ausgesetzte Passagen oder Kletterpassagen?

Die Bergwanderungen im Lechquellengebirge führen durch verkarstete Plateaulandschaft ohne extreme Kletterpassagen. Die Waldgrenze liegt mit 1.700-1.800 m niedriger als in anderen Alpengebieten, wodurch das Gelände schnell hochalpin wird. Normale Schwindelfreiheit für Bergwandern reicht aus, da die Routen keine technischen Klettersteigpassagen enthalten.

Wann ist die beste Saison für Bergwanderungen im Lechquellengebirge – ab wann sind die Hütten geöffnet?

Die Bergwandersaison im Lechquellengebirge dauert von Mai bis Oktober. Das außerordentlich schneereiche Klima führt dazu, dass große Schneemengen bis tief in den Juni hinein auf Nordhängen liegen bleiben können. Die Hütten wie die Freiburger Hütte auf 1.931 m und Ravensburger Hütte auf 1.948 m sind wichtige Stützpunkte für Bergtouren in der Region.

Bekannte Ziele im Lechquellengebirge

Dorf 1.444 m

Lech

Lech am Arlberg liegt auf 1.444 m Höhe im Lechquellengebirge und ist ein traditionsreiches Walserdorf aus dem 13. Jahrhundert. Der Ort gilt als exklusives Wintersportzentrum am Arlberg und wichtiger Ausgangspunkt für Bergtouren ins Lechquellengebirge.

Sattel 2.009 m

Stierlochjoch

Das Stierlochjoch liegt auf 2.009 m im Lechquellengebirge und verbindet das Lechtal mit dem Spullersee-Gebiet. Der Pass dient als wichtiger Zugang zur nur knapp einen Kilometer entfernten Ravensburger Hütte. Von hier führt der Weg weiter zum aussichtsreichen Madlochjoch.

Sattel 2.440 m

Madlochjoch

Das Madlochjoch liegt auf 2.440 m zwischen Zürs und dem Lechtal. Der Pass verbindet als zentraler Punkt der Lechquellenrunde zwei Täler und bietet weite Ausblicke über Bregenzer Wald, Arlberg und Silvretta.

Gipfel 2.292 m

Formaletsch

Der Formaletsch erhebt sich als markanter Gras-Fels-Kegel auf 2.292 m im Lechquellengebirge. Der charakteristische Gipfel ist gut vom Formarinsee sichtbar und gilt als Hausberg der nahegelegenen Freiburger Hütte.

Gipfel 2.439 m

Gehrengrat

Der Gehrengrat erhebt sich auf 2.439 m als höchster Punkt der berühmten Lechquellenrunde im Lechquellengebirge. Der Gipfel bietet ein weites Panorama über die Lechtaler Alpen, das Rätikon und das Verwall. Die Route führt über das Steinerne Meer, eine von Gletschern geformte Karstlandschaft.

Gebirgspass 1.833 m

Schadonapass

Der Schadonapass liegt auf 1.833 m im Lechquellengebirge und verbindet das Große Walsertal mit dem Tal der Bregenzerach. Der historische Alpenpass trägt einen rätoromanischen Namen und liegt an der Grenze zwischen den Gemeinden Sonntag und Schröcken.

See 2.144 m

Zürser See

Der Zürser See liegt auf 2.144 m im Lechquellengebirge oberhalb von Zürs. Der natürliche Hochgebirgssee wird von den Wildgrubenspitzen umrahmt und dient als Wasserspeicher für die Stromgewinnung. Sein Wasser wird durch einen Stollen zum Spullersee geleitet.

See 1.790 m

Formarinsee

Der Formarinsee liegt auf 1.793 m im Lechquellengebirge nahe der Roten Wand. Der Hochgebirgssee bildet sich jährlich aus Schmelzwasser und wurde 2015 zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Sein Abfluss unterquert unterirdisch die europäische Wasserscheide.

See 1.826 m

Spullersee

Der Spullersee liegt auf 1.826 m im Lechquellengebirge zwischen Klostertal und Lechtal. Der ursprünglich natürliche Hochgebirgssee wurde 1919-1925 zur Energieerzeugung für die Arlbergbahn aufgestaut. Er dient als Speicherkraftwerk und beliebter Angelsee für Forellen.

Dorf 1.717 m

Zürs

Zürs liegt auf 1.717 m im Lechquellengebirge und zählt zum Skigebiet Arlberg. Der hochalpine Ort wurde 1416 erstmals besiedelt und gilt als Wiege des alpinen Skilaufs. 1937 entstand hier der erste Schlepplift Österreichs.

Gipfel 2.703 m

Rote Wand

Die Rote Wand erhebt sich auf 2.704 m als zweithöchster Gipfel im Lechquellengebirge zwischen Großem Walsertal und Klostertal. Der markante Berg verdankt seinen Namen dem auffälligen roten Liaskalk der bis zu 400 m hohen Südwand. Nordseitig liegt einer der niedrigsten Gletscher der Nordalpen auf etwa 2.600 m Höhe.

Gipfel 2.397 m

Hochkünzelspitze

Die Hochkünzelspitze erreicht 2.397 m im Lechquellengebirge und bildet den östlichen Abschluss der Zitterklapfengruppe. Der Gipfel bietet bei klarer Sicht Fernblick bis zu den Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Normalweg führt von der Biberacher Hütte über drahtseilversicherte Stellen zum Hauptgipfel.

Gebiete in der Nähe des Lechquellengebirges

Berghütten im Lechquellengebirge

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