Die Tessiner Alpen zwischen Gotthard-Pass und Lago Maggiore bilden eine der klimatisch begünstigtsten Gebirgsgruppen der Schweizer Alpen. Mit 3.079 Höhenmetern Differenz vom mediterranen Seeufer bis zum Basòdino-Gipfel (3.272 m) bieten sie das größte Höhenspektrum aller Schweizer Gebirgsgruppen auf engstem Raum. Der Gotthard-Pass verbindet seit dem Mittelalter Nordeuropa mit Italien und macht die Region zu einem alpinhistorischen Brennpunkt.
Gneis- und Granitfelsen prägen das Landschaftsbild von glatten, griffigen Kletterplatten bis zu hochalpinen Graten. Die Kastanienwälder der Täler – einzigartig in den Schweizer Alpen – gehen über in klassische alpine Vegetation. Das insubrische Klima mit mediterranen Einflüssen verlängert die Bergwandersaison bis in den Oktober hinein.
Zwischen Maggiatal, Verzascatal und dem Centovalli erstrecken sich neun SAC-Hütten als Stützpunkte für mehrtägige Unternehmungen. Das Val Piora dient als Forschungsgebiet der ETH Zürich und dokumentiert die außergewöhnliche Höhenzonierung von subtropischen Palmen am Lago Maggiore bis zur hochalpinen Zone am Basòdino.