Die Plattagruppe in den Graubündner Alpen bildet mit dem 3.392 m hohen Piz Platta das höchste Massiv der Oberhalbsteiner Alpen und erstreckt sich über die Schweiz und Italien. Das abgeschiedene Averstal mit dem Dorf Juf auf 2.126 m – Europas höchstgelegener, ganzjährig bewohnter Gemeinde – macht diese Region zu einem außergewöhnlichen Winterziel für stille Bergtouren. Arnold Baltzer und S. Hartmann gelang 1866 die Erstbesteigung des Piz Platta und begründeten damit die alpinistische Tradition dieser entlegenen Gebirgsgruppe.
Das Spektrum reicht von gemütlichen Winterwanderungen durch das hochgelegene Averstal bis zu extremen Eisklettertouren an den gefrorenen Wasserfällen von Camsut. Die Region bietet Wintererlebnisse fernab der Massen – die Abgeschiedenheit des Tals schuf seit dem 14. Jahrhundert einen Rückzugsort, der Kriegszügen trotzte und heute Eiskletterer wie Winterwanderer gleichermaßen anzieht.
Die Walser prägten seit dem 13. Jahrhundert das kulturelle Gesicht der Region – bis heute sprechen die Averser Deutsch statt Rätoromanisch und bewahren eine einzigartige Bergkultur. Der Zugang erfolgt über Thusis, von wo das Postbus-Netz bis ins entlegene Hochtal führt.