Die Chiemgauer Alpen zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall bilden das nördlichste Kalkmassiv der Ostalpen – mit dem Teisenberg (1.333 m) als nördlichstem Berg der deutschen Alpen. Die sanften Formen dieser Voralpenregion machen sie zum idealen Einstiegsgebiet für Bergwanderer, während der Pidinger Klettersteig am Hochstaufen zeigt, dass auch anspruchsvolle Kletterer ihre Herausforderung finden.
Das Spektrum reicht von gemütlichen Wanderwegen durch blumenreiche Almwiesen bis zu schwierigen Klettersteigen mit C/D-Charakter. Der Geigelstein trägt nicht umsonst den Namen "Blumenberg des Chiemgaus" – über 720 Pflanzenarten, davon 111 geschützte, prägen die außergewöhnliche Artenvielfalt. Bergbahnen an Kampenwand, Hochfelln und Steinplatte ermöglichen auch weniger geübten Wanderern den Zugang zu den Gipfelregionen.
Die traditionelle Almwirtschaft prägt bis heute das Landschaftsbild – beim Almabtrieb im September erleben Besucher einen der schönsten gelebten Bräuche im Alpenraum. Das kontinentale Übergangsklima mit rund 1.200 mm Jahresniederschlag sorgt für satte grüne Almflächen und stabile Wanderbedingungen von Mai bis Oktober.