Die Glarner Alpen erstrecken sich zwischen Walensee und Oberalppass als geologisch einzigartiges Hochgebirge mit dem 3.612 m hohen Tödi als höchstem Gipfel. Die Glarner Hauptüberschiebung, seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe, macht das Gebiet zu einem Lehrbuch der Geologie – nirgendwo sonst lassen sich tektonische Prozesse so anschaulich erleben. Bereits 1824 bestieg Pater Placidus Spescha mit Gämsjägern den Tödi und begründete damit eine alpine Tradition, die 1863 zur Gründung des Schweizer Alpenclubs führte.
Das Spektrum reicht von anspruchsvollen Skitouren bis zu ziemlich schwierigen Abfahrten mit bis zu 40° Hangneigung – die weitläufigen Gletscher bieten klassische Hochtouren-Skifahrerei zwischen Tödi und Clariden. Im Sommer erschließen Bergwandern und Klettersteige die schroffen Kalkwände und Urgesteinsgipfel bis 3.600 m Höhe. Der Wechsel von Urgestein und Sedimentmantel sorgt für außergewöhnliche geologische Vielfalt auf engem Raum.
Die rund 50 Dreitausender der Region bieten alpinistische Herausforderungen abseits der überlaufenen Viertausender-Gebiete. Von der Fridolinshütte auf 2.111 m erschließen sich klassische Gletschertouren, während das Maderanertal mit seinen natürlich fließenden Bächen und dem bemerkenswerten Arvenwald am Felligrat ursprüngliche Bergwelt bewahrt hat.