Die Appenzeller Alpen im Alpsteinmassiv bilden den nordöstlichen Eckpunkt der Westalpen und die Grenze zwischen Ost- und Westalpen. Mit dem 2.502 m hohen Säntis als Wahrzeichen und etwa 100 Zweitausendern auf kleinstem Raum ist das Kalkgebirge eines der gipfelreichsten Wandergebiete der Schweiz. Die Kleinräumigkeit des Gebiets führt zu einer Vielzahl steiler Gipfel und Türme, was Carl Friedrich Fröhlich bereits 1825 zur Erstbesteigung des lange als unersteiglich geltenden Altmann motivierte.
Das Spektrum reicht von gemütlichen Bergwegen zu den Bergseen bis zu schwierigen alpinen Steigen mit absoluter Trittsicherheit. Der Lisengrat zwischen Rotsteinpass und Säntis entspricht einem leichten Klettersteig mit ausgesetzten Passagen, während die Besteigung des Säntis einen der wenigen Blicke in sechs Länder ermöglicht. Bergseen wie der Seealpsee auf 1.141 m und der fjordartig gelegene Walensee rahmen die steilen Kalkwände ein.
Die Lage am Alpennordrand bringt häufigere West- und Nordwestwetterlagen mit sich, die zur Entstehung kleiner Gletscher wie dem Gross Schnee und Blau Schnee in relativ niedriger Höhenlage führen. Weissbad dient als Bahnstation für den Zugang ins Alpsteinmassiv, die Schwägalp ist der Ausgangspunkt für die Seilbahn auf den Säntis.