Gebiet

Stubaier Alpen

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Die Stubaier Alpen südlich von Innsbruck bilden eine der größten Massenerhebungen der Ostalpen und gelten als klassisches Hochtourenrevier mit dem höchsten Gipfel Zuckerhütl (3.507 m). Das Hochstubai ist noch stark vergletschert und bietet knapp 500 benannte Gipfel – von vergletscherten Dreitausendern bis zu den markanten Dolomitgipfeln der Kalkkögel im Norden.

Die Palette reicht von wenig schwierigen Skitouren bis zu ziemlich schwierigen Hochtouren mit Gletscherausrüstung, von schwierigen Klettersteigen bis zu anspruchsvollem alpinem Felsklettern. Der Stubaier Höhenweg verbindet acht Hütten auf 120 Kilometern und erschließt das Gebiet für mehrtägige Hüttentouren. Das Gletscherskigebiet am Stubaier Gletscher ermöglicht für Skifahrer einen frühen Saisonstart.

Das Ötztal-Stubai-Kristallin mit vorherrschenden Gneisen und Glimmerschiefern prägt den Charakter der Hochtouren, während das Brennermesozoikum mit seinen Dolomit ideale Kletterfelsen bietet.

Bekannte Ziele im Gebiet
Gries 1569m
Hoher Seeblaskogel 3235m
Kühtai 2017m
Winnebacher Weißkogel 3182m
Windacher Daunkogel 3348m

Land

Österreich
Italien

Orte im Gebiet

Neustift im Stubaital
Lüsens
Kühtai
Innsbruck

Skitouren und Hochtouren im vergletscherten Hochstubai

Skitouren & Hochtouren in den Stubaier Alpen

Von leichten Skitouren bis zu ziemlich schwierigen Skihochtourenprojekten mit Anseilen - das vergletscherte Hochstubai bietet klassische Hochtourenziele wie Zuckerhütl und Wilden Freiger – wenig schwierige bis ziemlich schwierige Hochtouren mit Firn- und Eiskenntnissen. Bergwandern mittelschwerer bis schwieriger Kategorie und schwierige Klettersteige erschließen die Randgebiete.

Anreise & Logistik Stubaier Alpen

Innsbruck Hauptbahnhof ist das zentrale Tor zu den Stubaier Alpen mit direkter DB-Anbindung. Seduck und Neustift im Stubaital bilden die wichtigsten Ausgangsorte für Hochtouren und Skitouren. Lüsens und Kühtai erschließen das Sellraintal für alpine Durchquerungen. Das Ruhegebiet Stubaier Alpen schützt die sensiblen Hochregionen.

Saison in den Stubaier Alpen

Skitouren von Januar bis April nutzen die schneesichere Gletscherregion optimal. Hochtouren sind von Juni bis September möglich – die Franz-Senn-Hütte und Dresdner Hütte dienen als hochalpine Stützpunkte. Bergwandern und Klettersteige von Mai bis Oktober, während Eisklettern in den Wintermonaten Dezember bis März stattfindet.

Gut zu wissen:

Julius Pock war ein bedeutender Erschließer der Stubaier Alpen – der markante Habicht wurde 1863 durch Joseph Anton Specht mit Bergführer Alois Tanzer erstbestiegen. Das Zuckerhütl, heute Wahrzeichen des Stubai, fiel erst 1862 als höchster Gipfel der Gruppe. Die Zeit der großen Erstbesteigungen prägte das alpine Schrifttum und den Aufbau der ersten Hütteninfrastruktur.

Beste Reisezeit für die Stubaier Alpen

Hochtouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
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Sep
Okt
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Dez
Ski & Snowboard
Jan
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Skitouren
Jan
Feb
Mär
Apr
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Aug
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Okt
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Klettersteige
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ski- und Hochtouren in den Stubaier Alpen

Häufige Fragen zu den Stubaier Alpen

Welche Skitouren eignen sich für Einsteiger und Fortgeschrittene rund um die Amberger Hütte?

Rund um die Amberger Hütte auf 2135 m stehen einfache und mittelschwere Skitouren für Einsteiger und Fortgeschrittene zur Verfügung. Das viertägige Programm richtet sich an Skitourengeher mit solider Skitourentechnik und mittlerer Kondition. Die Hütte liegt ideal für Touren im vergletscherten Hochstubai.

Wie komme ich mit der Bahn nach Innsbruck und von dort in die Stubaier Alpen?

Der Innsbruck Hauptbahnhof ist der zentrale Bahnhof für die Anreise in die Stubaier Alpen. Von dort führen Busverbindungen ins Stubaital zu den Startorten Neustift im Stubaital und Seduck.

Wie schwindelfrei muss ich für Klettersteige in den Stubaier Alpen sein?

Klettersteige in den Stubaier Alpen erfordern mittlere technische Fertigkeiten und entsprechende Schwindelfreiheit. Das viertägige Programm setzt solide Trittsicherheit und Erfahrung im ausgesetzten Gelände voraus. Die Routen bieten klassische Klettersteigtouren mit alpinem Charakter.

Wann ist die beste Jahreszeit für Bergwanderungen in den Stubaier Alpen?

Die beste Zeit für Bergwanderungen in den Stubaier Alpen ist Juni bis September. In diesen Monaten herrschen im Tal meist Temperaturen zwischen 10-25°C, während auf 3000 m Höhe um 5°C gemessen werden.

Welche Hütten eignen sich als Stützpunkt für mehrtägige Touren im Stubaital?

Die Franz-Senn-Hütte auf 2147 m und die Dresdner Hütte auf 2302 m eignen sich als hochalpine Stützpunkte für mehrtägige Touren. Die Amberger Hütte auf 2135 m und die Nürnberger Hütte auf 2278 m liegen am Stubaier Hauptkamm. Der 120 km lange Stubaier Höhenweg verbindet acht Hütten beiderseits des Stubaitals.

Brauche ich Gletschererfahrung für Hochtouren in den Stubaier Alpen?

Hochtouren in den Stubaier Alpen erfordern Gletschererfahrung, da das Hochstubai vergletschert ist. Der alpine Aufbaukurs vermittelt die nötigen Fertigkeiten für Fels und Firn mit mittleren technischen Anforderungen. Anseilen, Spaltenbergung und Gletscherbegehung sind essentiell für das klassische Hochtourengebiet.

Wie lange dauert die Anreise von Innsbruck zu den Startorten im Stubaital?

Die Anreise von Innsbruck zu den Startorten im Stubaital ist gut möglich. Neustift im Stubaital und Seduck sind die häufigsten Ausgangspunkte für Touren. Das Stubaital erstreckt sich südwestwärts von Innsbruck tief in die Berggruppe hinein.

Kann ich mit Tiefschneekursen auf dem Stubaier Gletscher anfangen oder brauche ich Vorkenntnisse?

Tiefschneekurse auf dem Stubaier Gletscher richten sich an Einsteiger mit grundlegenden Skikenntnissen. Der dreitägige Kurs vermittelt Freeride-Techniken mit geringen technischen Anforderungen und niedriger Konditionsanforderung. Vorkenntnisse im Pistenfahren sind ausreichend für den Einstieg ins Gelände.

Bekannte Ziele in den Stubaier Alpen

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.

Gebiete in der Nähe der Stubaier Alpen

Berghütten in den Stubaier Alpen

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