Die Zillertaler Alpen bilden einen vergletscherten Gebirgszug der Ostalpen, der sich mit dem Hochfeiler (3.509 m) als höchstem Gipfel entlang der österreichisch-italienischen Grenze erstreckt. Der Hauptkamm trägt seit dem Friedensvertrag von Saint-Germain 1920 die Staatsgrenze und erreicht Berghöhen von über 3.500 Metern – das macht die Region zu einem der bedeutendsten Hochgebirgszentren der Ostalpen.
Das Spektrum reicht von leichten Bergwegen bis zu schwierigen alpinen Steigen, die Bergwanderer und Kletterer gleichermaßen ansprechen. Hochtouren führen über die großen Gletscher zu Dreitausendern wie Olperer, Fußstein und Schrammacher. Der Südtiroler Teil bietet einige der höchsten Dreitausender sogar eisfrei, da die Gletscher hier höher liegen und kleiner sind.
Die systematische Erschließung begann 1840 mit Peter Carl Thurwiesers Besteigung der Ahornspitze – dem Start des klassischen Alpinismus in den Zillertaler Alpen. Die Zillertalbahn machte das Gebiet ab 1902 für Reisende leicht erreichbar. Heute durchziehen unzählige Wanderwege den Hochgebirgs-Naturpark, der seit 2006 bedrohte Tier- und Pflanzenarten schützt.