Die Albula-Alpen in den Schweizer Ostalpen bilden ein markantes Hochgebirge zwischen dem Oberengadin und dem Albulatal, das mit dem Piz Kesch (3.418 m) als höchstem Gipfel das zentrale Graubünden prägt. Das Besondere dieser Region liegt in ihrer Rolle als Wasserscheidepunkt – am Pass Lunghin teilt sich das Wasser in drei Richtungen: zur Nordsee über den Rhein, zum Schwarzen Meer über die Donau und zur Adria über den Po.
Skitouren dominieren das winterliche Spektrum mit mittelschweren Touren bis 35° Hangneigung, während das Bergwandern von leichten Talwanderungen bis zu anspruchsvollen Hüttentouren reicht. Die historischen Pässe wie Julier-, Albula- und Septimerpass verbinden seit der Römerzeit die Täler und dienen heute als Ausgangspunkte für alpine Unternehmungen.
Johann Coaz, der Erstbesteiger des Piz Kesch von 1846, führte hier über 30 Erstbesteigungen durch und machte die Albula-Alpen zu einem Zentrum der frühen schweizerischen Alpingeschichte. Die romanische Kultur des Albulatals mit den Dialekten Surmiran und Bargunsegner prägt bis heute den Charakter dieser zwischen Moderne und Tradition verwurzelten Bergregion.