Gebiet

Albula-Alpen

🇨🇭

Die Albula-Alpen in den Schweizer Ostalpen bilden ein markantes Hochgebirge zwischen dem Oberengadin und dem Albulatal, das mit dem Piz Kesch (3.418 m) als höchstem Gipfel das zentrale Graubünden prägt. Das Besondere dieser Region liegt in ihrer Rolle als Wasserscheidepunkt – am Pass Lunghin teilt sich das Wasser in drei Richtungen: zur Nordsee über den Rhein, zum Schwarzen Meer über die Donau und zur Adria über den Po.

Skitouren dominieren das winterliche Spektrum mit mittelschweren Touren bis 35° Hangneigung, während das Bergwandern von leichten Talwanderungen bis zu anspruchsvollen Hüttentouren reicht. Die historischen Pässe wie Julier-, Albula- und Septimerpass verbinden seit der Römerzeit die Täler und dienen heute als Ausgangspunkte für alpine Unternehmungen.

Johann Coaz, der Erstbesteiger des Piz Kesch von 1846, führte hier über 30 Erstbesteigungen durch und machte die Albula-Alpen zu einem Zentrum der frühen schweizerischen Alpingeschichte. Die romanische Kultur des Albulatals mit den Dialekten Surmiran und Bargunsegner prägt bis heute den Charakter dieser zwischen Moderne und Tradition verwurzelten Bergregion.

Bekannte Ziele im Gebiet
Madulain 1697m
S-chanf 1660m
Fuorcla Crap Alv 2469m
Piz Calderas 3397m
Piz D'Err 3378m

Land

Schweiz

Orte im Gebiet

Zernez
Madulain

Skitouren und Bergwandern in den Bündner Alpen

Skitouren in den Albula-Alpen

Das Gebiet bietet mittelschwere Skitouren mit Hangneigungen bis 35° zwischen Januar und März. Die Jenatschhütte auf 2.652 m dient als hochalpiner Stützpunkt für mehrtägige Durchquerungen. Klassische Ziele sind der Piz Jenatsch und Piz Calderas, die vom Julierpass oder von Bivio aus erreicht werden.

Anreise & Logistik Albula-Alpen

Der Bahnhof Zernez an der Engadiner Linie bildet das Haupttor zu den Albula-Alpen. Von Surses und Madulain führen Zufahrten zu den zentralen Ausgangspunkten. Die historischen Pässe Julier-, Albula- und Septimerpass verbinden das Gebiet ganzjährig mit dem Engadin und dem Rheintal.

Saison in den Albula-Alpen

Skitouren sind von Januar bis März bei stabilen Schneeverhältnissen möglich. Das Bergwandern erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei die Hochlagen erst ab Juni schneefrei werden.

Gut zu wissen:

Johann Coaz, der Erstbesteiger des Piz Kesch von 1846, war nicht nur bedeutender Alpinist, sondern führte über 30 Erstbesteigungen in den Schweizer Alpen durch – darunter auch die des Piz Bernina (4.049 m). Seine systematische Erschließung der Albula-Alpen machte ihn zu einem der einflussreichsten Bergsteiger des 19. Jahrhunderts.

Beste Reisezeit für die Albula-Alpen

Bergwandern
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Skitouren
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ski- und Bergtouren in den Albula-Alpen

Häufige Fragen zu den Albula-Alpen

Welche Skitouren eignen sich für Einsteiger in den Albula-Alpen?

Die Skitouren in den Albula-Alpen bewegen sich auf mittlerem technischen Niveau. Beide verfügbaren Skitourenwochen sind mit mittlerer Kondition und Technik ausgeschrieben. Das Gebiet eignet sich daher für Skitourengeher mit solider Grundausbildung und ersten Tourenerfahrungen.

Wann ist die beste Saison für Skitouren in den Albula-Alpen?

Die Skitourensaison in den Albula-Alpen dauert von Januar bis März. Diese drei Monate bieten die besten Schneeverhältnisse für Skitouren im Gebiet. Das entspricht der klassischen Hochwinter-Skitourensaison in den Schweizer Alpen.

Wie komme ich mit der Bahn zum Startpunkt meiner Skitour in den Albula-Alpen?

Der Bahnhof Zernez ist der im Briefing genannte Bahnanschluss für die Albula-Alpen. Die Startorte für Skitouren in diesem Gebiet sind Surses, Zernez und Madulain. Die Albulabahn durchquert das Gebirge und verbindet wichtige Orte wie Tiefencastel und Davos.

Welche Kondition brauche ich für den Bernina-Trek?

Der Bernina-Trek erfordert sehr gute Kondition. Die 7-tägige Hüttenwanderung ist mit Konditionsstufe 4 eingestuft, was die höchste Anforderung im verfügbaren Tourenprogramm darstellt. Die Route führt durch hochalpines Gelände rund um den Piz Bernina mit seinen Gletschern.

Wie viele Tage sollte ich für den Bernina-Trek einplanen?

Der Bernina-Trek dauert 7 Tage. Die Wanderung führt von Hütte zu Hütte rund um den Piz Bernina durch die hochalpine Landschaft der Albula-Alpen. Diese Dauer ermöglicht eine komplette Umrundung des Bernina-Massivs mit seinen Gletschern.

Wie schwindelfrei muss ich für Bergwanderungen in den Albula-Alpen sein?

Die Bergwanderungen in den Albula-Alpen bewegen sich auf mittlerem technischen Niveau. Der Bernina Trek ist mit Technik 3 eingestuft, was trittsichere Wanderer mit Erfahrung im hochalpinen Gelände voraussetzt. Die Route führt durch vergletscherte Landschaft mit entsprechenden alpinen Anforderungen.

Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Bernina-Trek?

Der Bernina-Trek führt über 7 Tage von Hütte zu Hütte rund um den Piz Bernina. Das Hüttennetz in den Albula-Alpen umfasst sowohl Berghütten wie die Chamanna d'Es-cha auf 2.594 m als auch Hotels wie das Albana Hotel&Suites Silvaplana auf 1.815 m. Die Route nutzt die bestehende alpine Infrastruktur für Übernachtungen.

Sind die Hütten in den Albula-Alpen bewirtschaftet oder Selbstversorgerhütten?

Die Hütten in den Albula-Alpen sind gemischt bewirtschaftet. Neben bewirtschafteten Berghütten wie der Chamanna d'Es-cha auf 2.594 m gibt es auch Selbstversorgerhütten wie die Chamona d'Ela auf 2.252 m im oberen Val Spadlatscha. Zusätzlich stehen Hotels wie das historische Preda Hotel Kulm auf 1.790 m zur Verfügung.

Bekannte Ziele in den Albula-Alpen

Dorf 1.697 m

Madulain

Das Haufendorf Madulain liegt auf 1.697 m am Inn zwischen La Punt Chamues-ch und Zuoz. Der Ort gilt als eines der besterhaltenen Dörfer des Oberengadin und zählt zu den schönsten Dörfern der Schweiz. Oberhalb thront die Ruine der Burg Guardaval aus dem 13. Jahrhundert.

Dorf 1.660 m

S-chanf

S-chanf liegt auf 1.660 m im Oberengadin am Inn und gehört zur romanischen Kulturregion. Das Dorf wurde 1137 erstmals als Scaneves erwähnt und bildet heute einen strategischen Ausgangspunkt für Skitouren in den Albula-Alpen. Die spätgotische Dorfkirche St. Maria stammt aus dem Jahr 1493.

Gebirgspass 2.469 m

Fuorcla Crap Alv

Die Fuorcla Crap Alv liegt auf 2.466 m in den Albula-Alpen und verbindet das Oberengadin mit dem Albulatal. Der Pass bietet einen spektakulären Ausblick ins wilde Val Bever. Auf der Albulatal-Seite liegen die kleinen Lais digl Crap Alv unterhalb der Passhöhe.

Sattel 2.284 m

Julierpass

Der Julierpass verbindet auf 2.284 m das Oberhalbstein mit dem Engadin. Bereits in römischer Zeit war er einer der wichtigsten Alpenübergänge. Auf der Passhöhe verläuft die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.

Sattel 2.966 m

Fuorcla Suvretta

Die Fuorcla Suvretta liegt auf 2.966 m in den Albula-Alpen und verbindet das Val Bever mit dem Oberengadin. Der Pass führt durch eine markante Steinwüste und gilt als wichtiger Zustieg ins Jenatsch-Tourengebiet.

Sattel

Suvretta-Pass

Der Suvretta-Pass liegt auf 2.615 m in den Albula-Alpen und verbindet St. Moritz mit Bever. Ein malerischer Bergsee liegt direkt auf der Passhöhe. Der Pass ist Teil des Alpenpässe-Wegs und beliebter Wanderübergang.

Gipfel 3.397 m

Piz Calderas

Der Piz Calderas erhebt sich auf 3.397 m als höchste Erhebung des Oberhalbsteins in den Albula-Alpen. Der Berg gilt als einer der schönsten Aussichtsberge Mittelbündens mit Blick zur Berninagruppe. Zwei Gletscher umgeben den Gipfel: der Vadret d'Err im Norden und der Vadret Calderas im Süden.

Gipfel 3.378 m

Piz D'Err

Der Piz d'Err erhebt sich mit 3.378 m als Namensgeber der Err-Gruppe in den Albula-Alpen. Der Berg bietet dank seiner Dominanz eine außergewöhnliche Fernsicht bis in die Berner und Walliser Alpen. Als Normalroute führt der Weg über den Vadret d'Err von der Chamanna Jenatsch.

Gipfel 3.315 m

Tschima da Flix

Die Tschima da Flix erhebt sich auf 3.316 m in den Albula-Alpen zwischen Oberhalbstein und Val Bever. Der Berg gilt als beliebtes Skitourenziel mit lohnenden Abfahrten und relativ leichtem Zugang. Über den Gipfel verläuft die Gemeindegrenze zwischen Surses und Bever.

Sattel 2.312 m

Albulapass

Der Albulapass verbindet auf 2.312 m das Albulatal mit dem Oberengadin. Über den Pass verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Von November bis Juni ist die Straße wegen Lawinengefahr gesperrt.

Sattel 2.494 m

Fuorcla Gualdauna

Die Fuorcla Gualdauna liegt auf 2.494 m zwischen dem Albulatal und dem Oberengadin. Der Pass verbindet die Albulapassstraße mit der Chamanna d'Es-cha und dient als Wegstation auf dem Bernina Trek. Der weite Rasensattel bietet Panoramablicke über die Albula-Alpen.

Stadt 1.822 m

St. Moritz

Sankt Moritz liegt auf 1822 m im Oberengadin und zählt zu den berühmtesten Wintersportorten der Welt. Der Ort diente 1928 und 1948 als Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Hausberg ist der Piz Nair mit 3057 m.

Gebiete in der Nähe der Albula-Alpen

Berghütten in den Albula-Alpen

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