Die Livigno-Alpen in den westlichen Rätischen Alpen erstrecken sich zwischen Italien und der Schweiz und bilden eine der schneesichersten Skitouren-Regionen der Ostalpen. Mit dem Schweizerischen Nationalpark von 1914 und dem angrenzenden Nationalpark Stilfser Joch umschließt das Gebiet fast 400.000 Hektar zusammenhängende Schutzgebiete – das größte Naturschutzgebiet-Netzwerk der Alpen. Livigno selbst, auf 1.816 m gelegen, war bereits 1805 Napoleons erste zollfreie Zone der Welt.
Das Spektrum reicht von mittelschweren Bergwanderungen durch unberührte Nationalpark-Wildnis bis zu anspruchsvollen Skitouren mit bis zu 40° Hangneigung. Zernez und Poschiavo dienen als zentrale Ausgangsorte für die hochalpinen Unternehmungen zwischen 2.291 und 3.232 m Höhe. Chamanna Cluozza und Rifugio Saoseo erschließen als alpine Stützpunkte die entlegenen Gipfelregionen der La Pala und des Piz dal Diavel.
Das extrem kontinentale Klima mit 285 cm Jahresschnee und Wintertemperaturen bis -18°C schafft von Januar bis März ideale Pulverschnee-Bedingungen für Skitouren. Die kurzen Sommer von Juni bis August bieten Bergwandern unter subalpin-arktischen Bedingungen – selbst im Hochsommer bleiben die Tageshöchstwerte unter 16°C.